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Mittwoch, 16.10.2019

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Endlich: Fürths neue Tourismus-Website ist fertig

Auch eine englische Version wird gerade erarbeitet - 15.04.2019 06:00 Uhr

Nach der Imagekampagne, die im Herbst begann, gibt es nun eine neue Tourismus-Website: Wirtschaftsreferent Horst Müller, die Projektbeauftragte Kathrin Reichel (Mitte) und Eike Söhnlein, Leiterin der Tourist-Info, präsentierten sie vor dem Rathaus.


Horst Müller erinnert sich noch an düstere Zeiten. Als der Wirtschaftsreferent kurz nach seinem Amtsantritt in Fürth auf einer Messe gefragt wurde, wo in der Kleeblattstadt man denn essen gehen könne, wusste er sich nicht anders zu helfen, als seinem Gegenüber ein paar aus dem Telefonbuch kopierte Seiten in die Hand zu drücken. Unvorstellbar sind im Zeitalter der Digitalisierung solche Anekdoten geworden.

Und doch: Die Website, die Fürth bislang Touristen, Besuchern und Tagungsgästen zur Verfügung stellte, war durchaus verbesserungswürdig. So mussten sie sich auf die Behördenhomepage der Stadt klicken und dort nach dem Button Tourismus suchen. Wer den richtigen Link dann gefunden hatte, vermisste schmerzlich ein übersichtliches Angebot.

"Eine eigene Homepage für Städte mit 100.000 Einwohnern ist nichts Besonderes", sagt Müller und verweist auch darauf, dass sich Städtereisen zunehmender Beliebtheit erfreut. Ende 2016 nahm man im Rathaus deshalb das Projekt neue Homepage in den "Masterplan Tourismus" auf. Gemeinsam mit einer österreichischen Werbeagentur, die Fürth ausgiebig unter die Lupe nahm, kam man schnell zu dem Schluss: Die Kleeblattstadt verkauft sich unter Wert. Und dass in diesem Fall auch eine attraktivere Homepage Abhilfe schaffen kann.

Das Kleeblatt ist überall präsent

Jetzt gibt es sie, seit Anfang März war sie zunächst zu Probezwecken online; nun soll das Angebot auch in der Öffentlichkeit bekannt werden. Unter www.tourismus-fuerth.de ist gebündelt, was Gäste, Tagesbesucher, aber auch Fürther interessieren könnte. Große Bilder und Videos sollen Lust auf Fürth als Reiseziel machen. Als wiederkehrendes Symbol, das durch die Seiten navigiert, hat man sich für das Kleeblatt aus dem Stadtwappen entschieden; der Slogan auf der Startseite lautet: "Zum Glück gibt’s Fürth".

Drei Rubriken, eingebettet in ein Kleeblatt, finden sich dort. Wählen kann man – je nach Vorhaben – zwischen "Entdecken und Staunen", "Planen und Buchen" sowie "Erleben und Genießen". Unter diesen Punkten findet man nahezu alles, was die Stadt zu bieten hat – vom Hotel über Tagungsräume, Führungen und Veranstaltungen bis hin zu Gastronomie, Einzelhandel und zur Fürther Geschichte.

Wer wissen will, was alles geboten ist, kann seine Suchergebnisse mit Hilfe eines Filters vorsortieren; außerdem gibt es einen Link auf eine Karte und die Möglichkeit, die Route berechnen zu lassen.

Um die Homepage, die auch auf Tablet und Smartphone benutzerfreundlich daherkommt, möglichst übersichtlich zu gestalten, findet man auf dem Seitenkopf die drei Schlagworte "Kontakt", "Suchen" und "Buchen", die den Zugriff schneller möglich machen soll.

Mehr Gastronomen und Geschäftsleute sollen sich präsentieren

Ganz fertig sei man mit der Gestaltung der Homepage freilich noch nicht. "Wir arbeiten gerade an einer englischen Version, außerdem sollen Erweiterungen wie eine Chatfunktion oder Buchungsangebote für Gruppen- oder Individualreisende dazukommen", sagt Kathrin Reichel, die das Projekt bei der Tourist-Info betreut. Technisch und grafisch gestaltet hat die Homepage die Agentur neusta destination solutions mit Sitz in Bremen und München.

Tourist-Info-Chefin Eike Söhnlein plant derweil schon weitere Angebote, wie etwa die Einladung zur Käse-, Bier- oder Kaffeeverkostung bei Fürther Einzelhändlern. Außerdem würde sie sich wünschen, dass noch mehr Gastronomen und Geschäftsleute auf die Homepage aufmerksam werden und sich dort präsentieren.

Um die Zahl der Gäste indes macht sie sich derzeit keine Sorgen. Ganz frisch im Gepäck hatte Söhnlein nämlich die neuesten Übernachtungszahlen. Demnach sind im vergangenen Januar und Februar 54 Prozent mehr Menschen in Fürth abgestiegen als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahrs - ein Rekord für die Kleeblattstadt.

Gwendolyn Kuhn

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