Mittwoch, 13.11.2019

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Flüchtlingsheim schließt: P&P kauft altes Höffner-Gelände

Das Immobilienunternehmen verlegt seinen Sitz aufs Areal - 25.02.2017 06:00 Uhr

Das frühere Möbelhaus am Frankenschnellweg, derzeit noch als Flüchtlingsunterkunft genutzt, geht samt Grundstück an P&P. © Hans-Joachim Winckler


Im Rathaus ist man über die Entwicklung erfreut, denn das stark expandierende Unternehmen, so Wirtschaftsrefernt Horst Müller auf FN-Nachfrage, hatte auf der Suche nach einem neuen Standort auch das Angebot, sich in Nürnberg niederzulassen. Die Kommune hätte in diesem Fall einen ihrer Top-Gewerbesteuerzahler verloren.

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Beim Bau des Firmensitzes allein wird es auf dem stattlichen Grundstück nicht bleiben. Wie für jeden Interessenten gilt aber auch für P&P die Vorgabe der Stadt: kein reines Wohngebiet kein großflächiger Einzelhandel, kein Möbelhaus mehr. Letzteres scheidet aber schon deshalb aus, weil der Verkäufer gegenüber dem neuen Eigentümer darauf pocht, wie P&P-Chef Michael Peter im Gespräch mit den FN bestätigt hat. Schließlich möchte sich Höffner, dessen neues Möbelhaus bei Steinach ganz in der Nähe liegt, nicht Konkurrenz vor die eigene Tür setzen.

Man befinde sich, so Peter, am Beginn der Projektentwicklung, noch nicht klar sei etwa, ob man die beiden Möbelhausgebäude erhält oder aber abreißt. Die zweite Variante ist wohl die wahrscheinlichere, auf dem frei werdenden Grund könnte sich Peter "gastronomische Konzepte, Büros oder ein Hotel" vorstellen.

Wolfgang Händel

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