Fürth bekommt eine neue schicke Feuerwache

29.7.2016, 06:00 Uhr

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Im August wird die alte Sporthalle an der Kapellenstraße zunächst entkernt, bevor die Abbruchbagger sie zerlegen. Die Mitglieder des MTV werden, wie berichtet, in andere Hallen ausquartiert, bis das benachbarte Julius-Hirsch-Sportzentrum fertig ist.

Weil der Schützenverein der Stadt keinen Grund verkaufen wollte und auch seine Mietvorstellungen der Stadtspitze zu hoch erschienen, mussten die Pläne für die neue Feuerwache in den vergangenen Monaten überarbeitet werden. Das Ergebnis präsentierte Baureferent Joachim Krauße jüngst im Bauausschuss, zusammen mit 3D-Ansichten des künftigen Hauptgebäudes. Diskussionsbedarf sahen die Stadträte nicht mehr.

Damit eine Lagerhalle, die auf dem Areal der Schützen vorgesehen war, auf dem eigenen Grundstück untergebracht werden kann, müssen die Planer einen drei bis vier Meter breiten Streifen von der Rasenfläche des MTV abzwacken. Die Folge: Der sogenannte „A-Platz“ des Vereins, ohnehin in schlechtem Zustand, soll komplett neu gestaltet werden. Die Lagerhalle, die zunächst als „Kalthalle“ konzipiert war, bekommt zudem drei Fahrzeugplätze und braucht nun doch eine Heizung, um als Garage zu dienen.

Mehr Fördermittel

Dies führt dazu, dass die Kosten für das Bauvorhaben, die in den vergangenen Jahren immer weiter geklettert sind, noch einmal steigen. Allerdings belasten die Mehrkosten nicht die Stadt, sagt Christine Lippert, Leiterin der städtischen Gebäudewirtschaft: Denn für jeden Stellplatz gibt es staatliche Fördermittel. Die Förderung für die drei zusätzlichen Plätze deckt die Mehrausgaben Lippert zufolge gänzlich. Wie viel Geld die Kommune selbst für das Projekt bereitstellen muss, lasse sich derzeit noch schwer sagen, so Lippert auf FN-Nachfrage.

Nicht mehr verändert hat sich der Zeitplan: Im Frühjahr 2017 beginnen die Bauarbeiten, im Mai 2018 soll der Rohbau stehen. Mitte 2019 soll die Feuerwache bezugsfertig sein, zu der eine kleine Sporthalle (im Verwaltungstrakt) und ein Atemschutz-Trainingszentrum gehören. 30 Fahrzeuge und 85 Einsatzkräfte haben hier Platz – und weil es anders als in der alten Wache getrennte Sanitär- und Umkleideräume gibt, könnten auch Frauen künftig zum Team gehören. Bislang scheiterte dies allerdings nicht nur an den Räumen: In Fürth hat noch keine Frau den sportlichen Einstellungstest geschafft.

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