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Fürth soll spontan Platz für Pop-Up-Radwege schaffen

Verbände sehen darin einen Beitrag für eine "pandemiesichere Infrastruktur" - 20.05.2020 11:00 Uhr

So könnten Pop-Up-Radwege auch in Fürth aussehen. © Changing Cities e.V.


 Die Radler-Lobby treibt dieses Thema gerade bundesweit voran, auch in Nürnberg. Großstädte, so die Forderung, sollten auf bestimmten Straßen Fahrbahnen abzwacken, die dann – klar gekennzeichnet – dem Radverkehr zur Verfügung gestellt werden. Sofern sie "breit, bequem und vor allem sicher" sind, könnten sie während der Corona-Pandemie Lücken im Radwegenetz schließen sowie die Gehwege und den ÖPNV entlasten, schreibt der ADFC in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Sie schaffen schnell und einfach eine pandemiesichere Infrastruktur und eine fairere Verteilung des Straßenraums." Unterstützung dafür kommt in Fürth vom BN, der VCD-Ortsgruppe Fürth, Bluepingu und dem Automobilclub Europa.

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Ideen, wo Pop-Up-Bike-Lanes in der Kleeblattstadt entstehen könnten, haben die Aktivisten bereits. Am dringlichsten sei der Abschnitt in der Friedrichstraße, wo aktuell Radler entgegen der Einbahnstraße den Gehweg nutzen sollen. Doch die Verbindung von der Schwabacher Straße zur Neuen Mitte gleiche wegen der Außenverkaufsbereiche der Geschäfte derzeit einem Hindernisparcours und berge Risiken für Radfahrer und Fußgänger.

Petition im Internet

Außerdem möchte der ADFC mit einer Pop-Up-Bike-Lane in der Nürnberger Straße den dortigen "Fußweg mit Fahrrad frei" sowie den Pegnitztalradweg entlasten. Eine Radfahrspur in der Gebhardtstraße würde der Willy-Brandt-Anlage Erleichterung bescheren. Im Tunnel Jakobinenstraße könnten Fußgänger den Gehweg für sich haben, wenn ein Pop-Up-Schutzstreifen auf der Fahrbahn entstünde. Für die Schwabacher, Erlanger, Würzburger und Poppenreuther Straße fordern die Aktivisten eine Umweltspur, die gleichermaßen dem ÖPNV und den Radfahrern zugute kommt.

Unter www.change.org hat der ADFC zum Thema Pop-Up-Bike-Lanes in Fürth eine Petition gestartet. Stand Mittwochmorgen wurde sie von 340 Personen unterschrieben.

Am Mittwochnachmittag wird sich der städtische Bauausschuss mit der Forderung befassen

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