Fürther Stadtmuseum sucht Quelle-Produkte

27.5.2015, 16:00 Uhr
Eine kleine Revolution waren die Versandkataloge, die die Welt des Verkaufs grundlegend veränderten. Der Quelle-Katalog war lange Zeit aus kaum einem Haushalt wegzudenken.

Eine kleine Revolution waren die Versandkataloge, die die Welt des Verkaufs grundlegend veränderten. Der Quelle-Katalog war lange Zeit aus kaum einem Haushalt wegzudenken. © dpa

Es ist eine Wirtschaftswunder-Geschichte mit traurigem und nur allzu bekanntem Ende: Die Quelle, 1927 in Fürth von Gustav Schickedanz gegründet, war in ihrer Blütezeit Deutschlands führendes Versandhaus. Der Niedergang jedoch steckt den Fürthern — und nicht nur ihnen — noch immer in den Knochen: Nach der Fusion mit der Karstadt AG zur Arcandor AG 2007 erfolgte im Juni 2009 der Insolvenzantrag, Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen vor dem Nichts.

Das Stadtmuseum in der Ottostraße aber will weniger den Fokus auf das Thema Wirtschaft lenken, sondern zeigen, welche Produkte die Quelle herstellte und welche Konsumtrends ab 1960 angesagt waren. Besonders begehrt für die Sonderschau sind daher Quelle-Wohnzimmermöbel aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren. Sie sind ebenso als Bestandteil der Ausstellung geplant wie Quelle-Küchenmöbel und -Einrichtungsgegenstände, Küchengeräte sowie Mode aus den Katalogen, allesamt den Zeitraum von 1960 bis 1990 umspannend.

Wer einen oder mehrere der gesuchten Gegenstände besitzt und für die Ausstellungsdauer (September 2015 bis Februar 2016) an das Stadtmuseum Fürth ausleihen möchte, kann Kontakt aufnehmen mit Kuratorin Ruth Kollinger unter ruth.kollinger@stadtmuseum-fuerth.de. Aktuell ist auf der Sonderausstellungs-Fläche bis 23. August die Geschichte der Königlich privilegierten Schützengesellschaft Fürth zu sehen.

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