Gotthilf Fischer als Pate für Cafe´

11.10.2010, 09:00 Uhr
Am Treppenaufgang des Ritterhauses sind  (v. li.) Jochen Greller (Grellers Backhaus), Jean-Marie Pfaff, Franz Stegner und Gotthilf Fischer aufmarschiert.  Zu ihren Füßen: das Café.

Am Treppenaufgang des Ritterhauses sind (v. li.) Jochen Greller (Grellers Backhaus), Jean-Marie Pfaff, Franz Stegner und Gotthilf Fischer aufmarschiert. Zu ihren Füßen: das Café. © Armin Leberzammer

Im Gewölbekeller des Ritterhauses am Marktplatz sind knapp 40 Sitzplätze entstanden, dazu noch etwa die gleiche Zahl an Außenplätzen. Die Investitionssumme beträgt laut Miteigentümer Franz Stegner rund eine halbe Million Euro. Der Unternehmer verbindet damit die Hoffnung, „dass nun endlich einmal Leben in die Stadt kommt“.

Wie berichtet hat Stegner zusammen mit seiner Frau Eva-Maria Stegner und deren Sohn Erwin Stechert 2008 das lange Zeit leerstehende Gebäude aus dem 18. Jahrhundert erworben. Um es der Nachwelt zu erhalten, wurde 2010 die Stechert-Stegner-Stiftung ins Leben gerufen.

Neben dem nun eröffneten Café betreibt die Großbäckerei Greller dort eine Filiale mit insgesamt sieben Angestellten. Zusätzlich sollen in den Obergeschossen ein Gotthilf-Fischer-Museum und ein Torhüter-Museum entstehen. Dazu konnte Franz Stegner gestern den ehemaligen belgischen Nationalkeeper Jean-Marie Pfaff, der in den 1980er Jahren beim FC Bayern München spielte, begrüßen. Als kulturelles Zentrum der Stadt soll es nach Stegners Vorstellungen eine „Stätte der Begegnung“ für Bürgerinnen und Bürger werden.

Doch der Star war natürlich der 82-jährige Chorleiter Gotthilf Fischer. Der Posaunenchor Wilhermsdorf war ebenso zu seinen Ehren erschienen wie die Faschingsgesellschaft „Die Edlen von Burgmilchling“, Gäste aus Wirtschaft und Politik sowie zahlreiche Wilhermsdorfer Bürgerinnen und Bürger. Ungefähr so muss sich Franz Stegner die Zukunft des Marktplatzes vorstellen: gut gefüllt und musikalisch beschwingt.

Stegner zählt Fischer seinen Worten zufolge seit Jahren zu seinen Freunden. Mit dem Café und dem geplanten Museum will er sich „als Förderer des deutschen Liedguts“ profilieren. „Es wäre doch eine Sünde, wenn dieses Kulturgut nicht gepflegt wird“, erklärt er.