Groll nach vielen S-Bahn-Pannen

Eigentlich sei die S-Bahn Symbol für Zuverlässigkeit und Qualität, argumentiert Grünen-Kreisvorsitzende Lydia Bauer-Hechler in dem Schreiben. Doch könne man sich darauf im Fall der Linie 1 nicht verlassen: Zugausfälle. mehr als zehnminütige Verspätungen in der Hauptverkehrszeit, keine oder unzureichende Informationen, veraltete Fahrzeuge und die langfristige Nutzung von Provisorien seien an der Tagesordnung.

Am Dienstag haben die Grünen am Haltepunkt Unterfarrnbach zum wiederholten Mal auf die Missstände hingewiesen und Heißgetränke an Wartende ausgeschenkt. Eine ähnliche Aktion hatte es, wie berichtet, schon einmal im Januar gegeben. Diesmal riefen die Grünen die Fahrgäste dazu auf, ihre eigenen Erfahrungen mit der neuen S1 zu schildern. In dem Offenen Brief drucken sie Auszüge aus entsprechenden Zuschriften ab. Ein Fahrgast beispielsweise, der demnach seit November zweimal wöchentlich zwischen Erlangen und Nürnberg pendelt, gibt an, er könne die Fälle, in denen die S-Bahn pünktlich kam, „an einer Hand abzählen“.

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Die Ökopartei pocht nun auf Pünktlichkeit und fordert ferner rechtzeitige Informationen über Verspätungen und Anschlusszüge, Verpflegung mit kostenlosen Heißgetränken auf allen Bahnsteigen in der kalten Jahreszeit, einen Ausbau der Windschutz- und Wartehallen sowie eine Entschädigung für Fahrgäste nach Berliner Vorbild. Mit Rückendeckung durch ihren Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz und der Landtagsabgeordneten Christine Stahl bestehen die Grünen konkret auf einem Freifahrtmonat bzw. der Gutschrift eines Monatsbetrags für Dauerkarten-Inhaber.
 

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