Großalarm bei Ikea: Herkunft des Geruchs bleibt mysteriös

10.8.2012, 09:00 Uhr

© News5 / Grundmann

Die Herkunft des beißenden Geruchs bleibt mysteriös. Bislang ist die Ursache immer noch ungeklärt, allerdings kann mittlerweile nach eingehender Überprüfung eine technische Ursache ausgeschlossen werden. Ausströmendes Gas oder giftige Dämpfe aus dem Kühlsystem kommen als Auslöser für die Atemwegsreizungen nicht mehr in Frage. Auch scharfe Reinigungsmittel waren nicht der Urheber.

"Die Ermittlungen dauern noch an", sagte eine Polizeisprecherin. Bei der Suche nach der Ursache überdenke man "alle möglichen Optionen". Nach der Räumung des Gebäudes seien Abstriche vom Boden und Proben entnommen worden, Zeugen würden vernommen.

Die Ikea-Filiale in Fürth musste am Mittwochabend komplett evakuiert werden.

Die Ikea-Filiale in Fürth musste am Mittwochabend komplett evakuiert werden. © Arne Dedert (dpa)

Im Juni 2012 hatte es in einer Ikea-Filiale in Sindelfingen einen ähnlichen Vorfall gegeben. Dort wurden dreizehn Menschen mit Atemwegsreizungen und Übelkeit behandelt, nachdem in dem Gebäude ein stechender Geruch festgestellt worden war. Auch hier war zunächst von einem Gasalarm ausgegangen worden, Gas trat hier allerdings ebenfalls nicht aus.

Laut einer Polizeisprecherin ist dieser Vorfall der Polizei in Fürth bekannt und werde mit in die Ermittlungen einbezogen: "Es sind durchaus Parallelen zu sehen". Ob es sich dabei um einen Zufall handele oder nicht, müssten allerdings erst die Ermittlungen ergeben.

Der Großteil der Verletzten hatte am Mittwoch über Reizungen der Atemwege geklagt. Auf dem Kundenparkplatz wurde eine Sammelstelle eingerichtet, auf der rund 80 Menschen medizinisch betreut wurden.

Zwei Kinder und drei Erwachsene wurden sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht, wobei drei davon über Nacht zur Beobachtung in der Klinik bleiben mussten, mittlerweile aber entlassen wurden. Die Räumung des Möbelhauses soll laut Polizei kontrolliert vonstatten gegangen sein. Gas trat bei dem Vorfall nicht aus.

 

Gegen 22 Uhr hat sich die Situation weitgehend beruhigt, die Absperrung wurde aufgehoben. Insgesamt waren rund achtzig Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Feuerwehr und Techniker suchten das gesamte Gebäude ab, um nach der möglichen Ursache zu fahnden.

Das Möbelhaus war am Donnerstag bereits wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

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