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Montag, 30.03.2020

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Gustavstraße wird nicht weiter beruhigt

03.03.2010

Die Fürther Gustavstraße © Hans Winckler


Wie berichtet, hatte dieser angeregt, die beliebte Kneipenstraße, in der sich in den vergangenen Jahren zudem immer mehr kleinere Geschäfte angesiedelt haben, de facto in eine Spielstraße zu verwandeln. Zum einen, so die Antragsteller, hätte es eine höhere Wohn- und Lebensqualität zur Folge, wenn Kinder auf der Straße spielen und die Erwachsenen sie auf der vollen Breite zum Flanieren nutzen könnten. Zum anderen würden die alten Häuser vor den Erschütterungen geschützt, die jeder Lastwagen bei seiner Fahrt über das Kopfsteinpflaster unweigerlich verursache. Einhergehen sollte diese Verkehrsberuhigung mit der Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung.

In der Stadtverwaltung überwog jedoch die Skepsis. In der Gustavstraße gilt ohnehin schon Tempo 20, so dass «eine tatsächliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse« nicht zu erwarten sei, hieß es in einer Stellungnahme der Verwaltung, die den Stadträten vorgelegt worden war.

Schilder allein reichen nicht

Bei einer Umwandlung in eine Spielstraße sei es nicht mit dem Aufstellen einiger Schilder getan, wurde dem Altstadtverein vorgehalten. Stattdessen müsste die Straße baulich verändert werden, damit Autofahrer auf den ersten Blick erkennen könnten, dass sie sich nicht in einer «normalen Straße« befinden und somit auch den Fuß vom Gaspedal nehmen.

Auch eine Einbahnstraßenregelung sei nicht sinnvoll. Diese führe lediglich zu einer höheren Geschwindigkeit, da kein Gegenverkehr zu erwarten sei. Die Stadträte im Verkehrsausschuss folgten mit großer Mehrheit der Empfehlung der Verwaltung – auch mit Rücksichtnahme auf die Geschäfte vor Ort. Einzig und allein Grünen-Stadtrat Harald Riedel mochte sich für den Vorschlag des Altstadtvereins erwärmen.

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