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In den Schatzkammern der Geschichte

Am Sonntag locken Fürths Museen mit vielen besonderen Angeboten — Technik zum Anfassen - 14.05.2011 19:00 Uhr

Der besondere Reiz des Fürther Rundfunkmuseums liegt in Rauminstallationen wie dieser. Historische Rundfunkgeräte werden mit passendem Interieur präsentiert. © Ralf Rödel


Zum Gehirnjogging lädt das Stadtmuseum Ludwig Erhard seine Besucher mit einem Quiz ein. Dazu wird ein Fragebogen ausgegeben, auf dem Besonderheiten der Ausstellung notiert werden. Neben der Dauerausstellung auf 1000 Quadratmetern sind die Sonderausstellung 100 Jahre Spielvereinigung, eine kleine Dokumentation über die Erfolge des Fürther Olympioniken Alfred Schwarzmann und Musikinstrumente-Studien des Fotokünstlers Christian Kathrein zu sehen (siehe auch Seite 8). Das am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnete Museum in der Ottostraße lockt mit ermäßigten Eintrittspreisen (Erwachsene zwei, Kinder einen und Familien fünf Euro).

Einen Tag der Technik veranstaltet das Fürther Rundfunkmuseum in der alten Grundig-Direktion an der Kurgartenstraße, von 10 bis 17 Uhr gibt es viele unterhaltsame Aktionen. Eine Fuchsjagd für angehende Amateurfunker mit Peilsendern bis in die Kleine Mainau, eine letzte Vorführung der preisgekrönten Physik-Show des Helene-Lange-Gymnasiums, Präsentationen im Reporterwagen des Bayerischen Rundfunks, Vorführungen von Entwicklungen des Fraunhofer-Instituts und historische Quadrophonie mit einer restaurierten Grundig-Anlage.

Kurzvorträge widmen sich der Frage nach der Gefährlichkeit von Radiowellen, eine Kinderführung geht der Frage nach, wie der Ton ins Grammophon kommt, die Rundfunk- und Fernsehgeschichte wird an Beispielen vorgestellt. Es gibt ein Bastelprogramm und Vorführungen zum digitalen Bild- und Tonschnitt. Erwachsene zahlen zwei Euro Eintritt, Kinder unter sechs Jahren sind frei.

Das Kriminalmuseum im Rathauskeller ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Auf 200 Quadratmetern erhalten Besucher Einblick in die Geschichte der Polizei und spektakuläre Fälle. Ein nachgestellter Tatort führt die Ermittlungsarbeit der Kripo vor Augen. Deutlich wird dabei auch, dass sich Verbrechen niemals lohnt. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 2,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.

Freien Eintritt haben Besucher am Sonntag im Jüdischen Museum. Von 10 bis 17 Uhr können sie in der Königstraße 89 in die große jüdische Geschichte der Kleeblattstadt eintauchen.

Auch das Museum Frauenkultur Regional-International im alten Marstall des Burgfarrnbacher Schlosses hat am Sonntag geöffnet. Von 11 bis 17 Uhr beleuchtet es mit seiner durch das Thema Indien erweiterten Ausstellung aus dem Vorjahr den Alltag von Frauen als Dienstleisterinnen in Geschichte und Gegenwart. Um 15 Uhr gibt es eine Führung und um 17 Uhr wird der Film „Gosford Park“ von Robert Altman gezeigt, der sich mit Machtverhältnissen zwischen Herrschaft und Dienerschaft in England 1932 befasst. Dazu ist auch eine Diskussion eingeplant.
  

di

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