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Landkreis Fürth will mehr Integration wagen

Leitlinien liegen vor, nun müssen sie mit Leben erfüllt werden - 20.12.2016 06:00 Uhr

Die eigene Sprache pflegen und die des Gastlandes lernen, das sollen Zuwanderer auch im Landkreis.

18.12.2016 © Foto: Hendrik Schmidt/dpa


Von „einer gelungenen Zusammenfassung, die für Integration notwendig ist“, sprach Kreisrat Wolfram Schaa (Grüne). Über Monate hinweg hatten Vertreter unter anderem aus Politik, Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden und der Wirtschaft den Entwurf unter Federführung von Julia Stegner, Integrationsbeauftragte des Landkreises, erarbeitet. Dass Integration nur gelingen kann, wenn sowohl die hier lebenden Menschen als auch die Neuankömmlinge wechselseitig ihren Anteil dazu leisten, darauf heben die Leitlinien ebenso ab wie auf die Bedeutung der Sprache: „Ohne die Kenntnisse der deutschen Sprache ist Integration nicht möglich“, heißt es im dritten Passus.

„Runder Tisch“ bildet sich

Nun soll sich aus der Projektgruppe, die die Leitlinien erarbeitet hat, ein Steuerungskreis bilden, der den Titel „Runder Tisch Integration“ trägt. Die Zusammensetzung des Gremiums wird derzeit geklärt. Dessen wichtigste Aufgabe: Die Bestands- und Bedarfsanalyse aus dem Jahr 2014 zu überprüfen. Was muss aktuell getan werden? Welche Handlungsempfehlungen werden für die einzelnen Felder wie beispielsweise Sprachförderung, Bildung und Ausbildung oder Wohnen und Zusammenleben für wichtig erachtet? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Mitglieder beschäftigen werden.

Konzept soll folgen

In einem Integrationskonzept sollen Ziele formuliert und geeignete Maßnahmen dazu festgehalten werden. Regelmäßig steht zudem eine Überprüfung, Fortschreibung und Aktualisierung an. In Arbeitskreisen für einzelne Handlungsfelder können sich auch Landkreisbürger und -bürgerinnen ehrenamtlich einbringen.

Die Leitlinien werden in nächster Zeit in den Stadt- und Gemeinderäten vorgestellt, da die Kommunen diese ebenfalls unterzeichnen, den Runden Tisch unterstützen und zudem einen Ansprechpartner für die Integrationsbeauftragte benennen sollen

Weitere Unterstützung, darauf hatte Landrat Matthias Dießl erst kürzlich verwiesen, soll auch von der zu 100 Prozent vom Bund bezuschussten Stelle des Bildungskoordinators kommen. Sie hat den Schwerpunkt, Zugewanderten den Weg durch die deutsche Bildungslandschaft und ihre vielfältigen Angebote zu weisen.

Harald Ehm

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