Montag, 19.04.2021

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Langfristige Lockerungen fraglich: Fürther Inzidenzwert über 100

Ist die Schwelle drei Mal in Folge überschritten, muss die Stadt reagieren - 08.03.2021 09:13 Uhr

Abholen an der Ausleihe: Das wollten Fürths Büchereien ab Montag wieder ermöglichen, doch nun ist der Schritt fraglich.

21.01.2021 © Hans-Joachim winckler


Die neuen Lockerungen im Handel dürfen nur beibehalten werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz grundsätzlich unter 100 bleibt. In Fürth wurde die kritische Schwelle nun gleich schon am Montag überschritten. Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Fürth laut Robert-Koch-Institut bereits bei 96,5 (Landkreis: 96,7). Am Montag kletterte sie in der Stadt Fürth auf 115,2, während sie im Landkreis auf 83,2 zurückging.

Folgen hat das noch nicht unmittelbar. Bleibt der Wert allerdings drei Tage in Folge über 100, muss die Stadt reagieren und Lockerungen zurücknehmen. So ist es in der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats geregelt. Konkret: Bliebe der Wert also bis Mittwoch über 100, würde die Stadt am Mittwoch die neuen Regelungen bekanntgeben. Gelten würden sie in diesem Fall ab Freitag.

Nicht nur der Handel, auch Museen müssten dann wieder schließen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen sie mit Terminbuchung Besucher empfangen.

Das Ludwig-Erhard-Zentrum, das noch am Freitag angekündigt hatte, am Dienstag seine Ausstellungen wieder öffnen zu wollen, machte mit Blick auf die steigenden Zahlen bereits am Sonntagvormittag einen Rückzieher. Das LEZ bleibe weiterhin geschlossen, hieß es.

Büchereien indes dürfen ab dem heutigen Montag genauso wie Buchhandlungen unabhängig vom Inzidenzwert mit Hygienekonzept öffnen. Das bestätigte Jürgen Tölk, Leiter des Ordnungsamts, auf FN-Nachfrage. Die Freude darüber ist in der Fürther Volksbücherei groß: Zwar sei der bis dato mögliche Click-and-Collect–Service "dankbar angenommen" worden, teilen die Verantwortlichen mit – dennoch hätten viele das Aussuchen der Bücher direkt aus dem Regal vermisst.


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Die Standorte öffnen vorerst nur für die Ausleihe und Rückgabe von Medien. Da der Zutritt auf eine maximale Personenanzahl begrenzt ist, sei ein längerer Aufenthalt zum Lesen, Benutzen der Geräte oder zum Kaffeetrinken noch nicht möglich.

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Die Ausleihzeiten wurden geringfügig angepasst: Hauptstelle Fronmüllerstraße Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr; Innenstadtbibliothek Dienstag, Donnerstag, Freitag von 11 bis 14 und 15 bis 19 Uhr; Zweigstelle Finkenschlag Montag und Freitag 10 bis 13.30 und 14.30 bis 18 Uhr, Dienstag 14.30 bis 18 Uhr: Zweigstelle Soldnerstraße Dienstag, Donnerstag 10 bis 13.30 und 14.30 bis 18 Uhr, Freitag 10 bis 13.30 Uhr; Zweigstelle Stadeln Dienstag, Donnerstag 10 bis 13.30 und 14.30 bis 18 Uhr.


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Beim Besuch ist (ab 15 Jahren) das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht. Zurückgegebene Bücher bleiben für 24 Stunden in Quarantäne, bevor sie wieder entliehen werden können. In den Räumen werde "auf Abstände und ausreichende Belüftung geachtet", versichert die Stadt. Der bisherige Click-and-Collect-Service werde ergänzend weitergeführt.

Der Artikel wurde um 16 Uhr aktualisiert.

hän

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