Lokalmatadore siegen beim Metropolmarathon in Fürth

16.6.2013, 18:30 Uhr
Der Sieger des Metropolmarathons heißt Daniel Höflinger.

Der Sieger des Metropolmarathons heißt Daniel Höflinger. © Hubert Bösl

Der Marathonsieger Daniel Höflinger vom LAC Quelle bekam im Ziel ein Bussi von seiner Freundin. Und das hatte er sich auch verdient: Mit einer Laufzeit von zwei Stunden und 27 Minuten lief er die elftbeste Zeit, die im laufenden Jahr in Deutschland erzielt wurde. Bei den Damen gewann Silke Büttel vom TV Fürth 1860 den Marathon in drei Stunden und zwölf Minuten. Mit über 6400 Läufern erlebte die Laufveranstaltung großen Zulauf. Immerhin ist der Metropolmarathon damit die zweitgrößte Sportveranstaltung dieser Art in Bayern.

Am Sonntag wurde es für die Erwachsenen ernst: Nachdem die Kinder bereits am Samstag an den Start gingen, hieß es um 9 Uhr "Auf die Plätze, fertig, los!" für die Halbmarathon-Läufer, um 9.30 Uhr folgte der Marathon quer durch die Stadt. 27 Versorgungsstellen waren eingerichtet, 1300 Helfer im Einsatz. Um 10 Uhr starteten der Staffelmarathon, der 10,5-Kilometer-Volkslauf und der 10,5-Kilometer-Nordic-Walking-Lauf.

Seinen gelungenen Auftakt hatte das Lauffestival am Samstag: Bei den Kinder- und Jugendläufen gingen rund 1800 Mädchen und Jungen an den Start — so viele wie nie zuvor. Ganz und gar unwichtig war, wer als Erster ins Ziel kam: Die Freude an der Bewegung stand spürbar im Mittelpunkt. „Lauft so lange und so weit, wie’s Spaß macht“, riet Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung. Kräftig angefeuert wurden die jungen Sportler von ihren Eltern und Großeltern, die die Strecke säumten.



Zuerst waren die Kleinsten gefragt: Sie durften beim 350 Meter langen „Windellauf“ rund um die Freiheit allerdings auch mit Mama oder Papa an der Hand antreten. Mit seinem Teddy im Arm wartete der zweieinhalbjährige Nicklas auf das Startsignal. Er hatte zu Hause trainiert, wie seine Mutter verriet: „Immer abends um den Küchenblock rum.“

In Trippelschritten

Dann ging es los: In Trippelschritten liefen die Eltern neben dem Nachwuchs her, manche schoben Kinderwägen. Mit dem Schnuller im Mund wackelte ein kleines Mädchen unermüdlich dem Ziel entgegen — „herzerwärmende Bilder“ seien das, bemerkte eine Zuschauerin.



Mit dabei war auch der Nürnberger Verein Schlupfwinkel, der ambulante Erziehungshilfe leistet. Ein Gemeinschaftserlebnis soll der Tag sein, sagte Pädagogin Simone Metz. „Wir wollen den Kindern die Teilhabe ermöglichen.“ Über einen Sozialfonds konnten Familien, in denen das Geld knapp ist, einen Startgeldzuschuss beantragen. Vor dem Lauf hatte der Verein — wie viele teilnehmende Einrichtungen — zum Training eingeladen und die Gelegenheit genutzt, mit den Familien über gesunde Ernährung zu sprechen.

Für alle Kinder gab es am Ende Medaillen. Sie baumelten auch am Hals von Ella (2) und Emil (4): Wie ein Bilderbuch hätten sich die beiden in den Tagen vor dem Lauf die Broschüre angeschaut, erzählte ihre Mutter Sarah Bernhard.

Passende Strecken gab es für jedes Alter. Viele Kindergärten, Schulen und Horte waren mit Gruppen vertreten. Am Abend stand dann der fünf Kilometer lange Hobbylauf auf dem Programm.

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