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Sonntag, 15.09.2019

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Marke Eigenbau: Polizei Zirndorf stoppt "Seidla-Express"

Bis zu 25 km/h würde sein Gefährt schaffen, erklärte der 18-Jährige stolz - 02.09.2019 14:22 Uhr

Ein 18-Jähriger war am Sonntag mit seinem selbstgebauten "Seidla-Express" unterwegs. © Polizei Mittelfranken


Am Sonntagabend bot sich den Polizisten in Zirndorf ein skurriler Anblick. In der Spitalstraße beobachteten sie einen jungen Mann, der es sich auf seinem selbstgebauten Gefährt bequem gemacht hatte und mit einer Geschwindigkeit, die laut den Beamten "definitiv schneller war, als die Polizei erlaubt", den Gehweg entlang fuhr. Vier Räder, eine Pressspanplatte und zwei leere Bierkisten bildeten das Grundgerüst, wie die Polizisten bei einer Kontrolle feststellten. Für Komfort sorgte ein metallener Treckersitz, der auf der Bierkiste angebracht war.

Ein Blick ins Innere des Fahrzeugs offenbarte das Geschick des jungen Mannes für Elektronik. Unter der Sitzbank befand sich ein Akku, welcher zwei Elektromotoren an den jeweiligen Rädern antrieb. Im vorderen Bierkasten war zudem eine funktionierende Signalanlage für amerikanische Polizeifahrzeuge verbaut.


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Sogar an Front- und Heckbeleuchtung war gedacht worden. Zumindest sie entsprach annähernd den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung. Laut Polizei Mittelfranken erklärte der junge Bastler stolz, sein "Seidla-Express" würde es auf 25 Stundenkilometer schaffen. Er habe jedoch eine Drosselung auf zehn Stundenkilometer vorgenommen.

Fahrzeuge ab sechs Stundenkilometer müssen für den Straßenverkehr zugelassen werden. Die Beamten verhinderten die Weiterfahrt, sodass der 18-Jährige sein Fahrzeug an einer Leine hinter sich her nach Hause ziehen musste. Der junge Bastler muss sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- und Kraftfahrzeugsteuergesetz verantworten. 

vek

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