Mehr Druck im Kampf gegen die S-Bahn-Trasse

15.1.2013, 22:00 Uhr

© André De Geare

In der Petition fordert das überparteiliche Fürther Bündnis Parlament und Landesregierung auf, „alle Maßnahmen zu ergreifen“, um den von der DB geplanten Bau einer S-Bahn-Trasse quer durch das Knoblauchsland zu verhindern. Stattdessen sollen die neuen Gleise entlang der bereits vorhandenen Strecke zwischen Fürth und Erlangen verlegt werden.

Die Politik müsse dabei die Bedenken der Stadt bezüglich der Kostenuntersuchung würdigen und angesichts veränderter Rahmenbedingungen eine neue Expertise anordnen. Zudem drohten „eine massive Zerschneidung geschützter Landschaftsteile, sinnlose Zerstörung von Agrarflächen, sowie die Kappung vorhandener Straßen- und Wegeverbindungen und nicht zuletzt die Schließung des Bahnhofs Vach“, heißt es im Petitionstext.

Um diese Position weiter zu untermauern, lädt das Aktionsbündnis die beiden in diesem Fall maßgeblichen Vertreter von CSU und SPD — die sogenannten Berichterstatter im Petitionsausschuss — zu einem Ortstermin nach Fürth ein. Dabei sollen vor allem die Erkenntnisse eines Sachstandsberichts zum S-Bahn-Bau einfließen, den der städtische Bau- und Werkausschuss diesen Mittwoch (15 Uhr, Sitzungssaal des technischen Rathauses in der Hirschenstraße) erhält.

Das Bündnis ist seit Ende 2009 aktiv und konnte bereits Erfolge auf politischer Ebene verbuchen: So hat der Petitionsausschuss des Bundestags die Berechtigung der Einwände bestätigt und „erhebliche Zweifel an der bestehenden Planung“ der Bahn geäußert. Nun kämpfe man dafür, dass sich dieser Haltung der Landtag anschließt, so die Sprecher Harald Riedel und Lothar Wüstner.

 

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