Nach Abstimmung: Fürth will die Bremenstaller Brücke

24.11.2020, 20:00 Uhr
Die Verbindung zwischen Stadeln und dem Eigenen Heim hat sich bereits in den ersten Wochen seit ihrer Freigabe großer Beliebtheit erfreut.

Die Verbindung zwischen Stadeln und dem Eigenen Heim hat sich bereits in den ersten Wochen seit ihrer Freigabe großer Beliebtheit erfreut. © Hans-Joachim Winckler

Seit dem Eröffnungstag, dem 6. November, hatten die Bürgerinnen und Bürger zwei Wochen Zeit, sich zwischen drei Namensvorschlägen zu entscheiden, auf die sich der Fürther Stadtrat verständigt hatte: Auf Alexander-von-Humboldt-Brücke (nach dem berühmten Forscher), vorgeschlagen von Oberbürgermeister Thomas Jung, entfielen gerade mal 779 Stimmen (14 Prozent), auf Sophie-Scholl-Brücke (nach der Widerstandskämpferin in der Nazi-Zeit), angeregt von der örtlichen CSU, 2130 Stimmen (40 Prozent).

Zuschlag also für den Vorschlag, der als einziger tief im Lokalen wurzelt: Bremenstall bezeichnet einen ehemaligen, erstmals 1446 erwähnten Einödhof hier, am Ufer der Regnitz. Heute noch erinnert der Flurname Bremerstaller Wiesen und seit 2019 eine gleichnamige Bushaltestelle in der Vacher Straße daran.


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Sie haben richtig gelesen: Bremerstaller, nicht Bremenstaller. Doch es handelt sich nicht, wie manche vermuten, um einen Schreibfehler; vielmehr ist die erste Version mit einem r die umgangssprachliche, unter Fürthern verbreitete. Die zweite Version mit einem n aber ist die historisch korrekte, wie das Fürther Stadtarchiv im Zuge der Namensfindung für die Brücke zu bedenken gab.

"Bremstall" übrigens ist laut Wikipedia ein Flurname, der im süddeutschen Raum häufiger vorkommt. Er bezeichnet eine Stelle, in der das Vieh vor den Bremsen geschützt ist.

Doch ob nun Bremer- oder Bremenstaller – fest steht schon jetzt: Die neue Brücke wird von den Fürthern rege angenommen.

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