Pulse of Europe war erstmals in Fürth

20.5.2019, 12:00 Uhr
Mit Musik, Gesang und einem Europa-Pass, den sie verteilte, ermunterte die Initiative Pulse of Europe ihr Publikum in Fürth dazu, am Sonntag wählen zu gehen.

Mit Musik, Gesang und einem Europa-Pass, den sie verteilte, ermunterte die Initiative Pulse of Europe ihr Publikum in Fürth dazu, am Sonntag wählen zu gehen. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Bei einem Flashmob, einem spontanen Treffen, zu dem Grüne und Grüne Jugend gerufen hatten, sangen am Dreiherrenbrunnen zwei Dutzend Menschen die Europahymne. Landtagsabgeordnete Barbara Fuchs (Grüne) und Grüne-Jugend-Sprecherin Anna Botzenhardt wollten mit dem Mini-Event aufrütteln und zur Wahl ermuntern.

Wenig später ertönte die "Ode an die Freude" zur an sich textfreien Europahymne am Paradiesbrunnen erneut. Erstmals setzte die Bewegung Pulse of Europe in Fürth ein Zeichen für Frieden, Demokratie und Menschenrechte. Die überparteiliche Bürgerinitiative, 2016 in Frankfurt am Main entstanden, wirbt für die Europäische Union und die Idee eines friedlichen, demokratischen, sozialen und vielfältigen Europas ohne Grenzen.

In der Region gibt es, so Barbara Münzel, Pulse-of-Europe-Ableger in Nürnberg, Forchheim und Würzburg. Münzel, die in Nürnberg ein Möbelgeschäft betreibt, hat die dortige Gruppe mitinitiiert. Beweggrund war für sie der "tolle europäische Gedanke", der zu ihrem Bedauern im Gemeckere über die EU oft untergehe. Münzel versteht, dass sich Menschen schwer tun mit mancher Entscheidung und die EU-Institutionen nicht immer auseinanderhalten können. Doch sie ist überzeugt, dass friedliebende Demokraten Populisten das Feld nicht überlassen dürfen. Man müsse mit der EU und dem europäischen Pulsschlag "gegen den Nationalismus" halten.

Auch Oberbürgermeister Thomas Jung brach eine Lanze für die EU: Herrschte in Europa Krieg, sei es Fürth schlecht gegangen, herrschte Frieden, ging es Fürth gut, sagte er und rief ("Europa ist nicht vom Himmel gefallen!") zur Stimmabgabe auf. Für Brigitte Erbar (75) und ihre Bekannte Ilse Hofmann (78) eine Selbstverständlichkeit. Denn sie finden: "Es ist so wichtig, dass wir mit unseren Nachbarn auch in Zukunft in Frieden leben können."

Keine Kommentare