Red Bull treibt die SpVgg-Fans um

3.12.2014, 12:30 Uhr
Wenn die Leipziger – hier Yussuf Poulsen – in der 2. Bundesliga jubeln, gefällt das nicht jedem Fußballfan.

Wenn die Leipziger – hier Yussuf Poulsen – in der 2. Bundesliga jubeln, gefällt das nicht jedem Fußballfan. © Foto: dpa

Für viele Anhänger scheint die Sache glasklar. Das Konstrukt „Rasenballsport Leipzig“ (RB) dient einzig und allein dazu, den Namen „Red Bull“ auch in neuen Geschäftsfeldern zu positionieren. Was aus wirtschaftlicher Sicht durchaus sinnvoll erscheint, ist freilich vielen Menschen ein Dorn im Auge. Sie sehen sogar die Identität des Fußballs als „Volkssport“ gefährdet.

Deutschlandweite Kampagne

Vor der laufenden Spielzeit gründete sich gar eine deutschlandweite Kampagne unter dem Titel „Nein zu Red Bull – Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!“

Seitdem boykottierten Fans vieler Vereine die Gastspiele ihres Klubs in Leipzig und machten durch verschiedene Aktionen auf das Thema aufmerksam. Einer solch eindimensionalen Sichtweise verwehren sich allerdings die Anhänger des Kleeblatts. Red Bull sei nicht „das alleinige Böse“, sondern nur der „markanteste Auswuchs im deutschen Profifußball“. Vielmehr sei die Gesellschaft „auf Profitmaximierung getrimmt“. Deshalb sei es nur logisch, dass diese Eigenschaft auch im Fußball mehr und mehr Verbreitung finde, heißt es in der Ankündigung zu der Diskussionsveranstaltung.

Um dem Problem auf den Grund zu gehen, laden das Fanprojekt, die Sportfreunde Ronhof sowie die Fangruppe Horidos am Freitag ab 19.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in die Räumlichkeiten des Fanprojekts (Theresienstraße 17). Der Eintritt ist frei.

Mit dabei sind der Geschäftsführer der Spielvereinigung, Holger Schwiewagner, und Fanvertreter aus Fürth, Kaiserslautern, Leipzig sowie Österreich. In Salzburg hatte der Konzern bereits 2005 den SV Austria Salzburg übernommen.

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