So plant der Bezirk die Psychiatrische Klinik in Fürth

Claudia Ziob
Claudia Ziob

Lokalredaktion Fürth

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18.6.2019, 13:00 Uhr
Auf dem Modell ist der Neubau schon zu sehen (rechts vor dem Hauptgebäude): Er soll einen Innenhof und ein begrüntes Dach erhalten.

Auf dem Modell ist der Neubau schon zu sehen (rechts vor dem Hauptgebäude): Er soll einen Innenhof und ein begrüntes Dach erhalten. © Hans-Joachim Winckler

Die alte Kinderklinik ist längst verschwunden. Aber auch in Zukunft wird es hier, in dieser Ecke des Geländes des Fürther Klinikums, darum gehen, Krankheiten zu behandeln. Im Mittelpunkt wird dann seelisches Leid stehen.

Mit der Psychiatrischen Fachklinik wollen die Bezirkskliniken Mittelfranken Patienten aus Fürth und Umgebung wohnortnah Hilfe ermöglichen. Wer etwa an Depressionen, Angst- oder Essstörungen litt und eine stationäre Therapie brauchte, musste bislang in Erlangen, am Klinikum am Europakanal, oder in anderen Städten nach einem Platz schauen. In Fürth wiederum, am anderen Rand des Klinikum-Areals, betreiben die Bezirkskliniken bereits eine Psychiatrische Institutsambulanz und eine Tagesklinik.

Der neue stationäre Bereich soll 100 Betten umfassen. Einige Teilbereiche der Klinik für Psychiatrie, Sucht, Psychotherapie und -somatik des Klinikums am Europakanal sollen hierhin umziehen. Seit Mai werden die Bauarbeiten vorbereitet - nachdem die Bezirkskliniken zuvor lange Verzögerungen hinnehmen mussten. Ein mit Fäkalien vollgelaufener alter Bierkeller kam dem Projekt in die Quere.

Weil die Anwohner ab September – dann ist der offizielle Spatenstich geplant – mit einer Großbaustelle leben müssen, luden die Bezirkskliniken sie jüngst zu einer Infoveranstaltung ein. Auch auf einer neuen Internetseite (www.bezirkskliniken-mfr.de/neubau-fuerth) stellen sie das Vorhaben vor. Hier wollen sie regelmäßig über die Baumaßnahme informieren. Geplant sind Arbeiten an sechs Tagen die Woche. Die Verantwortlichen betonen: Es wird leiser als beim Abbruch der Kinderklinik.

In dem Gebäude, das Mitte 2022 fertig sein soll, wird es folgende Stationen geben: die Gerontopsychiatrie – das ist die Behandlung von älteren Menschen – mit 25 Betten, die Allgemeine Psychiatrie mit 50 Betten und eine Station für Suchtkranke mit 25 Betten (Drogenabhängigkeiten werden weiter schwerpunktmäßig in Erlangen behandelt). Die Räume werden durch einen begrünten Innenhof und einen Gartenbereich ergänzt. Es wird, so eine Sprecherin, keine komplett geschlossenen Stationen geben, aber spezielle Bereiche zur Überwachung, beispielsweise von suizidalen Patienten.

Da mit der neuen Klinik weitere Mitarbeiter hinzukommen, soll das Parkhaus des Klinikums um zwei Ebenen aufgestockt werden.

Die Bezirkskliniken engagieren sich dafür, Vorurteile abzubauen – unter anderem mit Erklärfilmen zu den Diagnosen Demenz, Depression, Sucht und Psychose. Zu finden sind sie unter www.bezirkskliniken-mfr.de

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