Verkauf des Fürther City-Centers ist perfekt

16.7.2016, 06:00 Uhr

© Foto: Hans-Joachim Winckler

Der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller, der ein Jahrzehnt federführend an der Suche nach Perspektiven beteiligt war,  und Oberbürgermeister Thomas Jung bestätigten auf Nachfrage der FN: Das Center, 26.000 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassend und damit doppelt so groß wie die Neue Mitte, hat einen neuen Eigentümer.

Und diesmal offenbar wirklich, nachdem der schon sicher geglaubte Verkauf an einen Investor vor vier Jahren kläglich gescheitert war. Es folgte ein zähes juristisches Ringen, mit jedem weiteren Termin vor Gericht schwand die Hoffnung ein bisschen mehr. Das Center verkam zusehends, heute gleicht es einem Basar mit einem Sammelsurium von Billigläden. Zuletzt, so hieß es, standen nicht wenige der 351 Eigentümer kurz vor der Insolvenz.

Der unaufhaltsame und unübersehbare Niedergang drückte allerdings kräftig den Gesamtpreis fürs Center, der vor sechs Jahren noch bei 20 Millionen Euro gelegen hatte. Offiziell sagt niemand etwas dazu, doch dem Vernehmen nach musste P&P nur einen einstelligen Millionenbetrag auf den Tisch blättern.

Jetzt, sagt der Wirtschaftsreferent, gelte es, zusammen mit  dem Unternehmen "intensiv in Nutzungsüberlegungen einzusteigen". Die Frage ist: Welche Läden machen die hiesige Einkaufslandschaft attraktiver? Anders als vor fünf Jahren habe Fürths Zentrum stark aufgeholt, die krasse Unterversorgung im Lebensmittelbereich etwa ist beseitigt. Doch im Sport- und Bekleidungssektor sieht Müller nach wie vor erheblichen Bedarf. So hapere es trotz Neuer Mitte an Mode für Männer und für die älteren Semester.

P&P-Chef Michael Peter gibt sich zuversichtlich: Das City-Center werde "schöner und mit Leben gefüllt", sagt er; es befinde sich "in einer Hand, die fähig und entschlossen ist, den Aufbau zum Erfolg zu führen".

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