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Video: So cool tanzt das Fürther HLG die Jerusalema Dance Challenge

Das Gymnasium beeindruckt mit einem aufwendig gemachten YouTube-Clip - 17.12.2020 07:00 Uhr

Gefilmt wurde die Choreographie zum Song "Jerusalema" an verschiedenen "typischen" Orten des Fürther Helene-Lange-Gymnasiums.

17.12.2020 © Peter Levay


Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen tanzen im Schulhaus, Lehrerinnen und Lehrer kopieren im Takt, die Reinigungskräfte swingen mit dem Sekretariat um die Wette und der Schulleiter performt gar per Videokonferenz aus der Quarantäne: Wer das Video des Fürther Gymnasiums in diesen Tagen sieht, spürt: Da steckt viel Herz drin.


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Nach der Veröffentlichung auf YouTube am Montagabend kletterten die Aufrufzahlen rasant in die Höhe: Rund 20.000 Mal wurde der Clip am ersten Tag aufgerufen. In sozialen Netzwerken erntete er rasch viel Applaus, auch viele ehemalige Schüler zeigen sich begeistert - und berührt.

#staystrong ist die Botschaft, die Schüler und Lehrer transportieren wollen - wie alle anderen, die bei der "Jerusalema Dance Challenge" mitmachen, die zurzeit um die Welt geht. Rund um den Globus werden die Tanzvideos veröffentlicht; auch Nonnen und Priester, Beschäftigte von Flughäfen und von etlichen Krankenhäusern haben schon mitgemacht. Das Fürther Heinrich-Schliemann-Gymnasium hat die Challenge ebenfalls bereits angenommen. Getanzt wurde im Julius-Hirsch-Sportzentrum.

Der Song "Jerusalema" des südafrikanischen Komponisten Master KG wurde eigentlich schon 2019 aufgenommen. Im Jahr 2020 stehe er symbolisch für den Zusammenhalt in dieser herausfordernden Zeit, sagen Agnieszka Hübner und Peter Levay. Die beiden Lehrkräfte des HLG - sie ist Sportlehrerin, er Musiklehrer - haben das Video des Gymnasiums koordiniert und umgesetzt. Es sollte eine Aktion der ganzen Schule werden, trotz der schwierigen Umstände. Zuletzt waren ja immer wieder Klassen geteilt oder in Quarantäne.

Ersatz für den Sport- und Musikunterricht

Normaler Sport- und Musikunterricht sei angesichts der Corona-Beschränkungen (kein Kontaktsport, kein Singen) nicht mehr möglich gewesen, erzählen die beiden. Eine Lösung sollte her - und war mit der "Jerusalema Dance Challenge" gefunden.

Agnieszka Hübner übernahm die Organisation und studierte mit rund 150 Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen sowie einigen Lehrern und weiteren Beschäftigten die Choreographie ein. Getanzt wurde dann in den Schulfluren und im Pausenhof, im Klassen- und im Lehrerzimmer, im Bio- und im Musiksaal, sogar in der Tiefgarage. Jede Gruppe tanzte am jeweiligen Ort den kompletten Song durch, erzählt Lehrerin Caroline Pauchet, die selbst auch mitmachte. 45 Minuten Aerobic habe ihre Fitness-Uhr am Ende angezeigt, sagt sie lachend. Eine Prise Humor durfte auch nicht fehlen, und so wird im Lehrerzimmer im Rhythmus kopiert.

Über zwei Wochen erstreckten sich die Dreharbeiten, fürs Filmen und den Schnitt war Musiklehrer Peter Levay zuständig, der sich für einige Aufnahmen auch aufs Dach der Schule wagte.


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Bei dem Projekt ging es nicht um die Perfektion der Schritte, sagen Hübner und Levay, sondern um "den Zusammenhalt einer Gemeinschaft der Schulfamilie, die sich in dieser schwierigen Zeit nicht entmutigen lässt und das Beste daraus macht". Am Ende kam mehr heraus als ein Video-Clip: "Bei vielen wurde jene Kraft und Motivation hervorgerufen, die sie vorher gar nicht mehr für möglich gehalten haben."

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