Samstag, 21.09.2019

|

Wandern in der Kunststadt Bethang

Letzte Markierungen werden derzeit angebracht: Der Weg umrundet in zehn Etappen das Städtedreieck - 25.08.2019 10:00 Uhr

Ein bisschen verspielt und rätselhaft präsentiert sich das Bethang-Wegezeichen: Pinkfarben auf grünem Grund sind die Umrisse der drei Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen zu sehen. Drei Ringe symbolisieren das Städtedreieck. © Foto: Raimund Kirch


In diesen Tagen werden die letzten von Tausenden Markierungen angebracht. Ist das erledigt, wird man in Etappen zwischen sechs und 19 Kilometern Länge das Städtedreieck umrunden können – angesichts der stattlichen Strecke sicher nicht an einem Stück.

Noch etwas hat Karsten Neumann auf seinen langen und zunächst einsamen Wanderungen entdeckt: dass es wohl kaum einen anderen Ballungsraum in Europa gibt, in dem Stadtlandschaft und Natur so nahe beieinanderliegen. Gut, andere Städte haben Parks und Grünflächen; aber Nürnberg, Fürth, Erlangen sind von Stadtwäldern umgeben, die man hütet und die der Zersiedlung Einhalt gebieten. Daneben gibt es geschützte Flusstäler, das Bett des Kanals, zusammenhängende landwirtschaftliche Nutzflächen.

Von wo aus man sich auf den Weg macht, bleibt den Wanderfreudigen selbst überlassen. Jede Etappe hat ihre besonderen Reize und kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln angesteuert werden. Dies war Neumann und dem Fränkischen Albverein aus Umweltschutzgründen wichtig.

Mehrere Förderer

Gefördert wird der Weg nicht zuletzt auch deswegen vom VGN. Die Städte, Stadtsparkassen und diverse Institutionen haben ebenfalls Gelder lockergemacht. So konnte Andreas Schettler, der Wegereferent des FAV, beherzt ans Werk gehen – und war selbst hin und weg von den Ansichten, Aussichten und Einsichten, die sich auf diesem Weg ergeben.

Da passiert man etwa das Rednitztal, kommt durch den Fürther Stadtwald zum Schlachtfeld des Dreißigjährigen Krieges bei Zirndorf, sieht bei Erlangen jene Wohnbauten, die man wohl heute sicher so nicht mehr hinstellen würde. Hat man den Tennenloher Forst hinter sich, beginnt mit dem Sebalder Reichswald eine höchst attraktive Etappe, die auf Wurzelwegen an Bächen entlang bis nach Erlenstegen führt, dann ein Stück durchs bezaubernde Pegnitztal, bis man hinter Malmsbach in den Lorenzer Reichswald eintauchen darf.

Bald trifft man dort auf die genial ausgedachte Trasse des Anton-Leidinger-Wegs, der am Tiergarten am Schmausenbuck endet. Auch dort wieder eine Straßenbahnhaltestelle, von wo aus es flugs in die Stadt geht. An einem anderen Tag kann der Süden Nürnbergs entdeckt werden. Langwasser zeigt sich da von seiner besseren Seite.

Wie Radler mit dem Weg zurechtkommen, muss sich noch zeigen. An einigen Stellen wird man sicher aus Rücksicht auf Fußgänger und wegen Baumwurzelpfaden schieben müssen. Aber machbar scheint das auf jeden Fall.

Im Frühjahr 2020 soll dann ein Wanderführer erscheinen, den gerade Eckart Dietzfelbinger, Kulturbeauftragter des FAV, zusammen mit dem FAV-Vorsitzenden Hans Treuheit erarbeitet. Und dann darf man gespannt sein, wie Langstreckenläufer, Kulturentdecker, Naturfreunde, Gruppen und Solowanderer den Weg in Besitz nehmen. 

Raimund Kirch

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Fürth