Wiesengrund und Hardhöhe: Fürth testet zwei neue Grillplätze

27.4.2019, 08:23 Uhr
Der Grillplatz am Schießanger wurde in den vergangenen Tagen schon gerne genutzt: Man grillt hier im Grünen, neben dem Mehrgenerationenspielplatz und einem Sportfeld, unweit des idyllischen Zusammenflusses von Rednitz und Pegnitz.

Der Grillplatz am Schießanger wurde in den vergangenen Tagen schon gerne genutzt: Man grillt hier im Grünen, neben dem Mehrgenerationenspielplatz und einem Sportfeld, unweit des idyllischen Zusammenflusses von Rednitz und Pegnitz.

Ob die beiden neuen Areale im Wiesengrund und auf der Hardhöhe dauerhaft fürs Grillen genutzt werden können, will die Stadt – wie berichtet – im Herbst entscheiden. Bis dahin sammelt man Erfahrungen: Werden die Plätze gut angenommen? Fühlen sich Anwohner gestört? Gibt es Probleme mit dem Müll? Mit Vandalismus?

Die ersten Eindrücke sind recht positiv. Allerdings könne man noch nicht von "belastbaren Erfahrungen" sprechen, sagt Fürths Ordnungsreferent Mathias Kreitinger, dafür waren die Abende noch zu kühl.

Schon gut besucht wird der neue Grillplatz am Schießanger. Er befindet sich neben dem Mehrgenerationenspielplatz, genauer: zwischen einem Sportfeld und dem Rad- und Fußweg, der vom Käppnersteg Richtung Friedhof führt. Ursprünglich hatte die Stadt vom "Grillplatz am Flussdreieck" gesprochen – die idyllische Spitze des Dreiecks, direkt am Zusammenfluss von Rednitz und Pegnitz, bleibt aber unberührt.

Mehr Treffpunkte gefordert

Die Stadtspitze verspricht sich viel von dem neuen Standort: In der Nähe gibt es keine Anwohner, die der Lärm stören könnte. So kann das Areal abends länger genutzt werden. Gegrillt werden darf bis 21.30 Uhr, danach kann man hier – anders als am bestehenden Grillplatz an der Siebenbogenbrücke – bis in die Nacht zusammensitzen, was gerade für junge Menschen wichtig ist.

Unter dem Namen "Aktion Protestgarten" hatten junge Fürther vor einem Jahr mehr Treffpunkte und unter anderem einen weiteren Grillplatz gefordert. Der kommunale Ordnungsdienstes hatte sie verstärkt von der Siebenbogenbrücke vertrieben.

Beschwerden über Lärm auf dem neuen Areal habe es noch nicht gegeben, sagt Kreitinger. Auch der Ordnungsdienst habe bisher von keinen Auffälligkeiten berichtet. Erfreulich sei zudem, dass nach den Osterfeiertagen kaum Müll in der Natur lag – die Abfallbehälter waren dafür gut gefüllt. Zeigen muss sich, ob die Gäste tatsächlich wie vorgesehen die öffentliche Toilette an der Julius-Hirsch-Sporthalle nutzen.

Pumptrack für BMX- und Mountainbikes geplant

Noch unbekannt scheint dagegen das Gelände zu sein, das die Stadt am Rand des Gewerbegebiets Hardhöhe West fürs Grillen reserviert hat. Es liegt in der Nähe der Philipp-Reis-Straße, hinter dem Hügel, der Anwohner vor Lärm schützt, gleich neben einem Bolzplatz. Viele Anwohner haben Gärten – aber für Jugendliche könnte der Platz interessant werden. In unmittelbarer Nachbarschaft soll ein sogenannter Pumptrack für BMX- und Mountainbikes entstehen.

Dass die Bilanz nach der ersten Saison gut ausfällt, hoffen nicht zuletzt jene Anwohner aus der Badstraße, die seit Jahren über den Lärm klagen, der vom Grillplatz an der Siebenbogenbrücke ausgehe. Sie wären froh, wenn sich das öffentliche Grillen auf mehrere Standorte verteilen würde.

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