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Wilhermsdorf: Grüne tilgen einen weißen Fleck auf der Landkarte

Ökopartei muss auf Frauenquote verzichten, stellt dafür nun aber einen Ortsverband - 08.03.2015 06:00 Uhr

Der Physiker Frieder Kleefeld (3. v. li.) steht an der Spitze des Grünen-Ortsverbands in Wilhermsdorf. André Höftmann (2. v. li.) ist sein Stellvertreter, Doris Levin (3. v. re.) die Schriftführerin. © Foto: Wraneschitz


Laut Grünen-Landessatzung können Ortsverbände bereits dann ins Leben gerufen werden, wenn drei Mitglieder in einer Kommune leben. Das ist in Wilhermsdorf nun der Fall. Weshalb die einstimmig gewählten Frieder Kleefeld (Ortsverbandssprecher), André Höftmann (Stellvertreter) und Doris Levin (Schriftführerin) auch gleich den kompletten Vorstand stellen.

Doch für die Wahl musste die Partei zunächst eines ihrer Grundprinzipien aufheben: Die eigentlich obligatorische Frauenquote galt hierbei nicht.

Unterstützt wurden die Gründungsversammlung und die Wahlgänge von einer ganzen Reihe grüner Funktionsträger aus dem Landkreis. Unter ihnen: Marianne Schwämmlein aus Langenzenn vom Bezirksvorstand sowie die Kreissprecherinnen Angelika Igel und Heidi Deffner. Deffner freute sich besonders über André Höftmanns Engagement, sei der 18-Jährige doch „wie ein Wunder“ als jugendliches Neumitglied aufgetaucht und inzwischen sogar Beisitzer im Kreisvorstand. Außerdem sei nun auch „der weiße Fleck Wilhermsdorf von der Grünen-Landkarte verschwunden“.

Jetzt will sich das Trio aus Wilhermsdorf jeden zweiten Donnerstag im Monat in einer örtlichen Gaststätte treffen. Wobei sie hoffen, dabei nicht unter sich zu bleiben. Die grünen Themen in Wilhermsdorf ähneln denen der bereits etablierten Parteien im Ort. Unterschiede gibt es aber in Details: Naturschutz, nachhaltige Hochwasserfreilegung, soziale Gerechtigkeit und Integration von Flüchtlingen und Migranten, die Internetversorgung, ein besserer öffentlicher Nahverkehr auch über Barrierefreiheit auf der Zenngrundbahn bis nach Fürth sowie die Verbindung von Mobilität und Wirtschaft stehen auf der Agenda.

Energiewende im Fokus

Die zentrale Frage sei allerdings die Energiewende, hieß es. Frieder Kleefeld betonte zudem, er wolle das einstige Profil der Grünen als Friedenspartei wieder aufpolieren.

Gelegenheit dafür bietet „das nächste große Ereignis, der diesjährige Frühjahrsempfang der Landkreis-Grünen“: Der findet laut Kreissprecherin Heidi Deffner am 26. April im Wilhermsdorfer Landgasthof Brauhaus statt, stehe unter dem Motto „Energiewende und Freihandel“ und habe mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz und dem Landtagsmitglied Martin Stümpfig zwei prominente Gäste. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Heinz Wraneschitz

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