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Montag, 16.09.2019

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Wohnquartier: Bessere Zeiten für die Fürther Pechhüttn

Das frisch sanierte Gebäude in der Südstadt erstrahlt in neuem Glanz - 12.09.2019 17:29 Uhr

Wieder hübsch, aber bedrängt: das denkmalgeschützte Haus an der Ecke Karolinenstraße und Schwabacher Straße wird von zwei Neubauten flankiert.


Über viele Jahre verfiel das Haus an der Ecke von Karolinen Straße und Schwabacher Straße, machte einen äußerst schäbigen Eindruck. Zudem hatte das lange Zeit leerstehende Gebäude zweimal mit Unglücksfällen Schlagzeilen produziert: 2016 fanden Jugendliche auf dem Dachboden einen toten Obdachlosen, der Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war, im Sommer 2017 schlugen Flammen aus den Fenstern. Die Feuerwehr hatte den Brand aber rasch unter Kontrolle.


Erlanger Firma bebaut Pechhüttn-Areal in Fürth


Inzwischen sind bessere Zeiten für die sogenannte Pechhüttn angebrochen. Ein neues Dach, neue Fenster und eine sanierte Sandsteinfassade haben ihr viel vom einstigen Glanz zurückgegeben. Vier Wohnungen entstehen darin, 38 weitere in den beiden benachbarten sechsstöckigen Neubauten, die das kleine Haus flankieren.

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Im Dornröschenschlaf: Die verfallene "Pechhüttn" in Fürth

Vor Urzeiten mal eine Ausflugsgaststätte wurde das Sandsteingebäude 1831 als "erstes Haus der Südstadt" gebaut. Mittlerweile ist die Stadt gewachsen und das Gebäude steht mitten in der Stadt - leer. Sein letzter Bewohner verließ es in den 80er Jahren. Seither ist das Haus dem Verfall preisgegeben. Im Rahmen der Achitekturwoche durften einige Interessierte einen Blick in das alte Gemäuer werfen. Dabei entstanden diese Bilder.


Hinter dem Projekt steht das Immobilien-Unternehmen GBI Wohnungsbau aus Erlangen. Es will das Areal in ein attraktives Quartier für Familien verwandeln: mit rund 2800 Quadratmetern Wohnfläche, einem Garten mit Spielplatz und einer Tiefgarage mit 21 Stellplätzen. 36 der 42 Wohnungen sind öffentlich gefördert, was günstige Mieten garantiere, wie GBI betont. Sie sollen für Preise von 4,70 Euro bis 5,70 Euro pro Quadratmeter zu haben sein.


Jugendliche finden toten Obdachlosen in Fürther Pechhütte


Die Bauarbeiten, heißt es auf FN-Anfrage, verliefen jedoch schleppender als erwartet. So habe man zum einen entdecken müssen, dass der denkmalgeschützte Altbau vom Hausschwamm befallen war. Zum anderen sei es wegen der überhitzten Baukonjunktur extrem schwierig gewesen, Handwerker zu finden. Neue Zielsetzung: Im Spätsommer 2020 sollen die ersten Bewohner einziehen.

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Vom Unglück verfolgt: "Pechhüttn" in Fürth brennt

Am Freitagabend stieg dichter Rauch aus der "Pechhüttn" in Fürth. Die Feuerwehr konnte das Feuer in der Schwabacher Straße Ecke Karolinenstraße aber schnell löschen. Verletzt wurde laut Polizei niemand, denn das denkmalgeschützte Gebäude steht seit Jahren leer.


Benannt wird die Wohnanlage nach Emmy Humbser (1877-1954), deren Familie einst in der Nähe ihre Brauerei hatte. Emmy Humbser war für ihr soziales Engagement bekannt, sie wurde 1955 posthum mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Name "Pechhüttn" rührt vermutlich von einer ehemaligen Pechfabrik her, die auf dem Gelände stand. Das Gebäude war 1831 errichtet worden und gilt als das erste Haus der Südstadt.

 

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