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Center Parcs-Gegner demonstrieren erneut

Die Gegner der geplanten Ferienanlage versammeln sich am Sonntag wieder vor der Muna - 15.05.2021 17:19 Uhr

Die Gegner der am Brombachsee geplanten Ferienanlage von Center Parcs versammeln sich am Sonntag erneut zu einer Kundgebung vor dem Muna-Haupttor.

14.05.2021 © Foto: Wolfgang Dressler


In der Zeit von 14 bis 17 Uhr gibt es außerdem für alle Interessierten die Möglichkeit, sich an zwei Infoständen über den Muna-Wald, seine Besonderheiten und den Auswirkungen einer Ansiedlung von Center Parcs zu informieren. Die Infostände befinden sich am Haupttor der Muna beziehungsweise am Osttor, direkt neben dem Fahrradweg auf Höhe des angrenzenden Naturschutzgebiets Grafenmühle.

Einladung zum Austausch

"Wir laden im Besonderen alle Bürger Pfofelds ein, sich im direkten Austausch mit der BI über das Thema zu informieren und auszutauschen. Wir stehen für ihre Fragen zur Verfügung", so BI-Vorstand Johannes Riedl. Die Durchführung der Demonstration wurde mit dem Landratsamt und der Polizeiinspektion Gunzenhausen abgeklärt.

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Fahrrad-Demo gegen Center Parcs

Die Bürgerinitiative "Seenland in Bürgerhand" hatte zu einer Fahrrad-Demonstration gegen die von Center Parcs geplante Ferienanlage im Muna-Wald aufgerufen und rund 300 Teilnehmer kamen. Zunächst ging es von Pleinfeld am Brombachsee entlang nach Langlau. Vor dem Haupttor zum Muna-Gelände fand dann eine Kundgebung statt. Dort lauschten die Teilnehmer - gemäß den geltenden Regeln - den Rednern mit Abstand und Maske.


)Von 14 bis 17 Uhr wird die Ortsverbindungsstraße zwischen Langlau und Thannhausen für den Durchfahrtsverkehr gesperrt sein. Für Teilnehmer an der Veranstaltung ist die Zufahrt aus Richtung Langlau kommend frei, und es besteht die Möglichkeit entlang der Straße in den ausgewiesenen Bereichen zu parken. Auf dem gesamten Veranstaltungsgelände muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, und der vorgeschriebene Abstand ist einzuhalten.

Bereits die dritte Aktion in dieser Woche

Die Veranstaltung am Sonntag ist bereits die dritte in dieser Woche. Am Montag war es einigen Mitgliedern der BI sowie dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag Ludwig Hartmann vergönnt, das Muna-Areal zu besichtigen. Im Anschluss fand eine von den Grünen initiierte Kundgebung mit 80 Teilnehmern statt (wir berichteten). Am Mittwoch fanden sich trotz Wind und Dauerregen rund 70 Demonstranten in Triesdorf bei der Sitzung des Wirtschafts- und Umweltausschusses des Bezirkstags ein. Hierbei wurde dem Bezirkstagspräsidenten Armin Kroder eine Tafel übergeben, auf dem die mittlerweile 40 000 Unterschriften der laufenden Petition symbolisch dargestellt waren.

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Zu Besuch in Leutkirch: So hätte ein Center Parc am Brombachsee aussehen können

Der "Center Parcs Park Allgäu" wurde im Oktober 2018 eröffnet und umfasst 1000 Ferienhäuser verschiedener Ausstattung und Größe. Auf über 180 Hektar erstreckt sich das Feriendorf, das 350 Millionen Euro kostete. Wie das Areal bei Langlau handelt es sich um eine ehemalige Munitionsanstalt. Auch deshalb konnte man ihn als Vorbild für eine Center Parcs-Anlage auf dem Muna-Gelände am Brombachsee sehen.


Johannes Riedl bedankte sich bei den anwesenden Demonstranten für die Unterstützung. Es sei keine Selbstverständlichkeit, sich an einem Wochentag vormittags um 11 Uhr die Zeit zu nehmen um sich für den Erhalt von Natur und Umwelt einzusetzen. Auch die beiden Mitorganisatoren der bisherigen Demonstrationen Melanie Seibold und Felix Goldhorn sind mit den bisherigen Veranstaltungen und deren Ablauf absolut zufrieden. Die Tatsache, dass alle BI-Veranstaltungen in der freien Natur stattfanden und dass sich die Teilnehmer vorbildlich an die Corona-bedingten Vorschriften hielten, stimme zuversichtlich, dass auch der morgige Sonntag zu einem Erfolg werde. Es gehe auch diesmal darum, die Muna und somit einen großen Teil der heimischen Umwelt zu erhalten. Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter statt.


Am 30. Mai entscheiden die Bürger Pfofelds über das Projekt


Unterstützt wird die Veranstaltung ausdrücklich von der Partei Die Linke, die die Kundgebung zum Anlass genommen hat, um erneut deutlich zu machen, dass sie das Projekt ablehnt. "Die drohende Rodung des Muna- Waldes steht symbolisch für so vieles, das seit Jahrzehnten falsch läuft", findet der Weißenburger Kreisrat Felix Goldhorn. "Wir müssen unser Verhalten und unseren Umgang mit der Natur vor der eigenen Haustür grundlegend überdenken." Aus seiner Sicht ist der Flächenfraß im Landkreis noch immer viel zu ausgeprägt und beschleunigt damit das Artensterben und den Verlust der Biodiversität.

Stadtrat Victor Rother (Weißenburg) kritisiert: "Die drohenden Rodungen und Maßnahmen bedrohen das gewachsene Ökosystem Muna-Wald mit seiner Artenvielfalt." Deshalb begrüße er ausdrücklich die Proteste vor Ort. Sie seien überall dort notwendig, "wo die etablierte Politik zu Lasten von Mensch und Natur versucht, Profitinteressen durchzusetzen".

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