Center Parcs präsentiert im März erste Pläne und Ergebnisse aus Studien

3.3.2021, 10:46 Uhr
Bald sehen alle Beteiligten klarer: Am 16. März will Center Parcs seine Pläne und sein Wissen über Altlasten sowie den Zustand von Flora und Fauna auf dem Muna-Areal am Brombachsee gleich vor drei kommunalpolitischen Gremien öffentlich präsentieren.

Bald sehen alle Beteiligten klarer: Am 16. März will Center Parcs seine Pläne und sein Wissen über Altlasten sowie den Zustand von Flora und Fauna auf dem Muna-Areal am Brombachsee gleich vor drei kommunalpolitischen Gremien öffentlich präsentieren. © Foto: Limes-Luftbild.de

Zu diesem Zweck werden am Dienstag, 16. März, gleich drei öffentliche Sitzungen verschiedener Gremien stattfinden: zwei in der Gunzenhäuser Stadthalle und eine im Bürgerhaus in Pfofeld.

Den Sitzungsmarathon eröffnet der Zweckverband Brombachsee um 9 Uhr im Tagungs- und Veranstaltungszentrum der Altmühlstadt. Dort kommen am Nachmittag (14 Uhr) auch die 60 Kreisräte zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammen, um sich die Pläne für das höchst umstrittene Projekt anzuschauen und erklären zu lassen. Und um 19.30 Uhr werden die Pfofelder Gemeinderäte diejenigen sein, denen die CP-Manager ihr Vorhaben ein weiteres Mal präsentieren – und jeweils für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen.


Bürgerbegehren in Pfofeld gestartet: "Muna in Gemeindehand!"


Center Parcs habe "schriftlich darum gebeten, erste Ergebnisse zum aktuellen Planungs- und Projektstand aus der aktuellen Vorplanungsphase gegenüber den kommunalpolitischen Gremien und der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen", schreibt Landrat Manuel Westphal in seiner Einladung an die Kreisräte.

Erste Studien zu Altlasten auf Muna-Areal

Demnach solle am 16. März "gemeinsam mit den von Center Parcs beauftragten Fachplanern und Gutachtern" ein "erster Masterplan-Entwurf ,Center Parcs Fränkisches Seenland’ zur baulichen Nutzung des ehemaligen Muna-Geländes in Langlau sowie erste Ergebnisse aus Studien zu vorhandenen Altlasten, Kontaminierungen und zum gegenwärtigen Zustand von Fauna, Flora und Habitat auf dem ehemaligen Muna-Areal offen und transparent vorgestellt werden". Derzeit befänden sich die Planer und Gutachter "noch in Abstimmung mit den dafür zuständigen Fachbehörden, um dabei gegebenenfalls noch bestehende offene Fragen klären zu können".

Laut Center Parcs seien im Anschluss an die Sitzungen der kommunalen Gremien "weitere Schritte zur Information der Entscheidungsträger und der Öffentlichkeit vor Ort geplant", so Westphal: "Die Projektverantwortlichen von Center Parcs haben dazu mitgeteilt, dass sie – sobald es die Covid-Situation zulässt – die persönliche Kontaktaufnahme vor Ort präferieren und hoffen, baldmöglichst mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern vor Ort einen intensiven Dialog aufnehmen zu können."

Angesichts der Corona-bedingten Unsicherheiten in Sachen Präsenzveranstaltungen planten die CP-Verantwortlichen zudem, in Absprache mit Pfofelds Bürgermeister Reinhold Huber, noch vor den Osterferien einige Online-Informationsveranstaltungen für die Bürger der Gemeinde anzubieten.

Und auch mit den Kritikern des Projekts wolle Center Parcs reden, kündigt Westphal an. So solle es "zusätzliche Informationsveranstaltung für die Vertreter der Bürgerinitiative ,Seenland in Bürgerhand’, der Initiative Brombachsee, des Bund Naturschutz, weiterer Umwelt- und Naturschutzverbände" geben – genauso wie für die Unterstützer des "Bürgerbekenntnisses", die den Bau der auf 600 bis 800 Häuser geschätzten Ferienanlage auf dem ehemaligen Militärgelände befürworten.

Auch daran sollen die von Center Parcs beauftragten Fachplanungs- und Gutachterbüros teilnehmen, um den ersten Masterplan-Entwurf sowie die Ergebnisse der vorliegenden Studien gemeinsam mit Experten beider Seiten erörtern und diskutieren zu können. Zudem, kündigt der Landrat an, wolle "Center Parcs auf der eigenen Projekthomepage erste Ergebnisse der aktuellen Planungen, Studien und Untersuchungen der Öffentlichkeit allgemein zugänglich zur Verfügung stellen".

Großes Publikumsinteresse

Angesichts der heftigen Diskussionen der letzten Monate rechnet des Chef der Kreisbehörde naturgemäß mit großem Publikumsinteresse an den drei öffentlichen Sitzungen des 16. März. Weshalb er ans Ende seines Einladungsschreibens auch gleich einen Vorbehalt stellt.

Wegen der Pandemie und den auch dann womöglich noch geltenden Abstandsregeln sei die Teilnehmerzahl sicher begrenzt, lässt er wissen. Und erläutert für den Kreistag: Neben den "Mitgliedern des Gremiums, den Projektverantwortlichen von Center Parcs, den Vertreterinnen und Vertretern der von Center Parcs beauftragten Fachplanungs- und Gutachterbüros sowie den angemeldeten Presse- und Medienvertretern (kann) nur eine sehr begrenzte Anzahl von Zuhörerinnen und Zuhörern teilnehmen."


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Für diese Einschränkung bei der Besucherzahl, die sicher auch für die weiteren Sitzungen gelten werden, bitte er "ausdrücklich noch einmal um Verständnis", und er hoffe, "dass durch die Presse- und Medienberichterstattung über diese Sitzungen der kommunalen Gremien, mit den weiteren bereits angekündigten Informationsveranstaltungen und mit dem Informationsangebot auf der Projekthomepage von Center Parcs das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit umfassend abgedeckt werden kann".

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