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Donnerstag, 22.10.2020

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Gunzenhausen: Protest gegen Center Parcs vor Kreistagssitzung

Vertreter der Bürgerinitiative sagen vernehmlich Nein zu den Ferienparkplänen - 22.09.2020 15:09 Uhr

Die BI will im Kampf gegen einen Freizeitpark bei Langlau nicht nachlassen. An ihren Argumenten hat sich auch durch die Kreistagssitzung nichts geändert. Die BI-Unterschriftenaktion soll weitergehen.

© Foto: Wolfgang Dressler


Die Bürgerinitiatve hatte sich vor einigen Tagen an die Bevölkerung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gewandt und in einem zweiseitigen Informationsblatt ihre Ziele vorgestellt. An die Bürger erging der Appell, mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität zu bekunden. Laut BI kamen bisher 4912 Unterschriften zusammen. Diese dokumentierten ein "So nicht!" gegenüber den politisch Verantwortlichen. Täglich kämen Hunderte weitere Unterschriften hinzu.

"Seenland in Bürgerhand" hat vier grundlegende Forderungen aufgestellt: uneingeschränkte Transparenz, einen maßvollen, naturnahen Tourismus statt überdimensionaler "Kunstwelten", einheimische Beherbergungsbetriebe fördern statt internationale Tourismuskonzerne, das Muna-Gelände in öffentlicher Hand belassen.

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Nun ist es offiziell: Center Parcs plant eine Feriensiedlung mit mindestens 800 Häusern am Brombachsee. Die Rede ist von einer "innovativ-ökologischen Muster-Ferienanlage". Während Landrat Manuel Westphal sich für das Projekt ausspricht, formiert sich das Lager der Gegner bereits. Ein Überblick in Bildern.


Die BI beruft sich insbesondere auf den Landtagsbeschluss vom Juli 1970. Dort heißt es, die Staatsregierung soll dafür Sorge tragen, dass die Gewässer im Überleitungssystem für die Erholung der Bevölkerung erschlossen und die Ufergrundstücke, insbesondere an den Stauseen, in das Eigentum der öffentlichen Hand übergeführt werden, um den freien Zugang und den Allgemeingebrauch sicherzustellen.


Wie Center Parcs auf das Seenland aufmerksam wurde


Die dritte Sitzung des Kreistags in der neuen Wahlperiode 2020-26 fand in Gunzenhausen statt, weil in der hiesigen Stadthalle ausreichend Abstand zwischen den Kreisräten vorhanden ist. Die Corona-Regeln konnten so eingehalten werden. Das bedeutete aber, dass es kaum Platz für Zuhörer gab. Das Kreisparlament zeigte sich zu Beginn mit dem Vorschlag von Landrat Manuel Westphal einverstanden, die Türen zum Saal zu öffnen, damit interessierte Bürger vom Foyer aus zuhören konnten.

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