IHK-Gremien zu Center Parcs: Eine "große Chance" für die Region

13.3.2021, 17:13 Uhr
Ja zu Center Parcs: Das sagt auch die heimische Wirtschaft.

Ja zu Center Parcs: Das sagt auch die heimische Wirtschaft. © Foto: Wolfgang Dressler

Dies teilten deren Vorsitzenden aus Weißenburg-Gunzenhausen, Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg, Neustadt Aisch-Bad Windsheim sowie Roth dem Projektteam von Center Parcs schriftlich mit.

Das "Leuchtturmprojekt" im Muna-Wald bei Langlau wird von allen Gremiumsvorständen begrüßt und unterstützt. Wichtig sei ihnen aber, betonte der Vorsitzende des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen, Dr. Simon Amesöder, gegenüber dem Altmühl-Boten, dass bei der Verwirklichung ökonomisch-ökologisch nachhaltige Aspekte zum Tragen kommen.

Schwachpunkt kurze Saison

In dem Schreiben an die Projektmanager Frank Daemen, Jan Janssen und Robin Wildhagen verweisen die Unterzeichner auf das regionale Handlungskonzept des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, das bereits 2008 die wachsende Bedeutung des Tourismus herausgestellt habe. In der Stärken- und Schwächenanalyse sei damals als ein wesentlicher Schwachpunkt die kurze Saison erkannt und Maßnahmen zur Verlängerung der Saison als erstrebenswertes Ziel formuliert worden.

Von dem ganzjährigen Angebot eines Ferienparks erhoffen sich die gewählten Vertreter der örtlichen Wirtschaft eine steigende Kaufkraft, insbesondere für alle touristischen Betriebe, aber auch für den Einzelhandel. Sie gehen auch von einer Bereicherung des regionalen Angebots im Bereich der Hotellerie, Gastronomie und anderen touristischen Betrieben aus. So würden neue und hochwertige Ganzjahresarbeitsplätze geschaffen.

Auch im Zehn-Punkte-Plan der fünf westmittelfränkischen IHK-Gremien – einem Papier der Landkreise, Kommunen und Wirtschaftsvertreter von 2016 – werde der Stärkung der Investitionsbereitschaft gewerblicher Tourismusunternehmen eine ganz wichtige Rolle beigemessen.

Besonderer Handlungsbedarf

Es sei als Aufgabenfeld mit besonderem Handlungsbedarf definiert worden. Damals seien Leitansätze formuliert worden, die einen strategischen Rahmen setzten, der bei Entscheidungen über regional bedeutsame Projekte und Maßnahmen Orientierung geben würden.

Schließlich bieten Norbert Teltschik (Neustadt/Aisch-Bad Windsheim), Gerhard Walther (Rothenburg), Dieter Guttendörfer (Ansbach) Frank Dommel (Dinkelsbühl), Joachim von Schlenk-Barnsdorf (Roth) und Amesöder noch an, das Vorhaben von Center Parcs "aktiv und unter Beachtung ökologisch nachhaltiger Aspekte mitzugestalten und zu begleiten".

Die IHK, erläutert Amesöder gegenüber unserer Zeitung, vertrete gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag die Anliegen der gesamten Wirtschaft in der Region. Zudem kann sie als ein Träger öffentlicher Belange bei Bauleitverfahren Stellung beziehen.

Wichtig für Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen

Schon bei der Vorstellung des Projekts für alle mittelfränkischen IHK-Gremiumsmitglieder im November sei das Interesse sehr groß gewesen, ruft Amesöder in Erinnerung. Man sei sich einig, dass ein Ferienpark auch in den weiteren Umkreis ausstrahlen werde. Gerade die angrenzenden Regionen wie Rothenburg und Dinkelsbühl hoffen, davon profitieren zu können. Das Center Parcs-Projekt trage, so Amesöder weiter, nach einheitlicher Meinung der Gremien zu einer "erheblichen Stärkung der Nachfrage und zur Saisonverlängerung bei". Das sichere die Zukunftsfähigkeit vieler Unternehmen.

Es sei aber genauso klar, dass eine Ansiedlung einer größeren touristischen Einrichtung mit zeitgemäßen ökonomischen sowie ökologischen Interessen einhergehen müsse. Die den Gremien bisher bekannten Informationen würden darauf hindeuten, dass das Feriendorf auch unter diesem Aspekt sehr gut vorstellbar und umsetzbar sei.

Den aktuellen Planungs- und Projektstand werden die Center Parcs-Manager am Dienstag den Mitgliedern des Zweckverbands Brombachsee (9 Uhr) und des Kreistags (14 Uhr) in der Gunzenhäuser Stadthalle vorstellen. Abends um 19.30 kann sich auch der Pfofelder Gemeinderat ein Bild davon machen.

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