Ortsteil will Umgehung

Nach brennendem Blitzer: Dietfurter Eltern wollen mehr Sicherheit für Schulkinder

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30.9.2022, 15:17 Uhr
 Ein Blitzeranhänger in Dietfurt geriet am Donnerstagabend des 22. Septembers in Brand. Die Polizei sucht nach wie vor nach Zeugen der Tat.

© vifogra / Goppelt, NN  Ein Blitzeranhänger in Dietfurt geriet am Donnerstagabend des 22. Septembers in Brand. Die Polizei sucht nach wie vor nach Zeugen der Tat.

Am Donnerstag, den 22. September, ging abends gegen 20 Uhr an der B2 in Dietfurt ein Blitzeranhänger in Flammen auf. Ein Verdacht auf Brandstiftung lag nahe. Die Kriminalpolizei Ansbach hatte hiernach die Ermittlungen aufgenommen und kündigte an, erst einmal zu prüfen, wie es zu dem Brand hat kommen können und ob dieser vorsätzlich gelegt worden sein könnte.

Wie der zuständige Pressesprecher auf Nachfrage des Treuchtlinger Kuriers mitteilte, gebe es nach wie vor keinen Anlass, an einem Fall von Brandstiftung zu zweifeln. Leider meldeten sich aber bislang keine Zeugen bei den zuständigen Ermittlern. Diese könnten bei der Ermittlung des Brandes entscheidend weiterhelfen. Aus diesem Grund ergeht erneut der Aufruf, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/21123333 zu melden, wenn man Angaben zum Tatgeschehen und -ort machen kann.

Schreiben ging ans Ministerium

Eine Auskunft darüber, ob die Daten des Blitzeranhängers noch haben gerettet werden können, konnte der Pressesprecher leider nicht geben. Derweil sind die Dietfurter längst tätig geworden und nutzen den jüngsten Vorfall dazu, ihre Forderung nach einer Umgehung der B2 zu bekräftigen.

Ein entsprechender Brief sei bereits ans Verkehrsministerium verschickt worden, erzählte der Vorsitzende des Dietfurter Dorfvereins und UFW-Fraktionsvorsitzende, Hubert Stanka, am Rande der jüngsten Stadtratssitzung. "Wir haben darin auf die Situation aufmerksam gemacht und um Interessensausgleich gebeten", berichtet er.

Ein sicherer Schulweg

Seinen Angaben zufolge formiert sich in Dietfurt außerdem eine Initiative von Eltern, die sich für eine zweite Bushaltestelle in dem Ort stark machen wollen. Ein entsprechender Antrag soll schon bald an den Stadtrat gerichtet werden.

Bemängelt wird, dass Schulkinder aus Schneckenhofen die B2 zwar unterqueren könnten, um zur Bushaltestelle in der Oberdorfstraße zu gelangen. Allerdings gebe es im Falle eines Hochwassers keine Alternative zum Überqueren der stark befahrenen Bundesstraße. Die Eltern hätten daher ein mulmiges Gefühl, wenn sich die Kinder am Morgen auf den Weg zur Schule machten, erklärte der Dietfurter Stadtrat und dritte Bürgermeister.