Neue Doppelspitze in der Gunzenhäuser Chirurgie

15.6.2021, 06:07 Uhr
Das Krankenhaus auf dem Reutberg hat einen guten Ruf weit über die Kreisgrenzen hinaus und präsentiert sich auch baulich im Patienten-, Verwaltungs- und Technikbereich auf dem allerneuesten Stand.

Das Krankenhaus auf dem Reutberg hat einen guten Ruf weit über die Kreisgrenzen hinaus und präsentiert sich auch baulich im Patienten-, Verwaltungs- und Technikbereich auf dem allerneuesten Stand. © Foto: Wolfgang Dressler

Am 1. Oktober 2001 begann Nothofer als Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Krankenhaus Gunzenhausen. Unter seiner Regie hat sich die Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in Gunzenhausen innerhalb kurzer Zeit nicht nur einen sehr guten medizinischen Ruf erworben, sondern auch ein breites Behandlungsspektrum mit Endoprothetik (Ersatz großer Gelenke), Wirbelsäulen-, Hand- und Fußchirurgie erarbeitet. Bestätigt wurde das Engagement durch die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum und Regionales Traumazentrum zur Versorgung Schwerstverletzter.

Orthopäde und Chirurg

Die Nachfolge von Dr. Wilhelm Nothofer übernehmen nun gleich zwei hochkarätige Chirurgen. Dr. Bernd Krieg, ein erfahrener Orthopäde, Unfallchirurg und Handchirurg wird als ausgewiesener Spezialist in der minimalinvasiven Endoprothetik Chefarzt der Endoprothetik, Unfallchirurgie und Handchirurgie. Schon im Jahr 2019 übernahm er die Position des Leitenden Oberarztes in Gunzenhausen und wuchs mit seiner fachlichen Expertise und seinem Spezialwissen schnell in eine tragende Rolle innerhalb der Chirurgie im Haus auf dem Reutberg. Das Fränkische Seenland lernte der gebürtige Stuttgarter nicht nur während der letzten zwei Jahre, sondern schon während seiner Studienzeit als aktiver Triathlet kennen und schätzen.

Führungswechsel in der Abteilung Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Altmühlfranken: Dr. Wilhelm Nothofer (Chefarzt im Ruhestand, links), die beiden neuen Chefärzte Dr. Bernd Krieg (2. von links) und Dr. Florian Faber (rechts) mit Vorstand Christoph Schneidewin.

Führungswechsel in der Abteilung Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Altmühlfranken: Dr. Wilhelm Nothofer (Chefarzt im Ruhestand, links), die beiden neuen Chefärzte Dr. Bernd Krieg (2. von links) und Dr. Florian Faber (rechts) mit Vorstand Christoph Schneidewin. © Foto: Klinikum Altmühlfranken

Anfang August wird Dr. Florian Faber, ein erfahrener Neurochirurg, Orthopäde und Unfallchirurg, als zweiter Chefarzt hinzukommen. Er war bisher Leiter der Sektion Wirbelsäulenchirurgie in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach und übernimmt in Gunzenhausen den Bereich Wirbelsäulenchirurgie und Neurochirurgie als Chefarzt.


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In Bad Abbach haben sich die beiden Spezialisten Krieg und Faber auch kennengelernt. Gemeinsam waren sie in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg tätig, haben schon dort Hand in Hand zusammengearbeitet und knifflige Fälle gemeinsam zum Erfolg geführt.

Zehn Jahre in Regensburg

Dr. Bernd Krieg sammelte Erfahrungen in der Orthopädie und Unfallchirurgie, bevor er sich in Fulda zum Handchirurgen und weiterhin in der Ellenbogen- und Schulterchirurgie qualifizierte. Es folgen zehn Jahre Tätigkeit in Regensburg am Krankenhaus Barmherzige Brüder und in Bad Abbach. Schwerpunkte bei den Barmherzigen Brüdern waren die operative Orthopädie mit den Schwerpunkten Endoprothetik und Wechselendoprothetik und die Behandlung von Unfallverletzten. Zuletzt war er in der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg am Asklepios Fachkrankenhaus Bad Abbach in der Endoprothetik tätig und spezialisierte sich auf schonende minimalinvasive endoprothetische Eingriffe am Hüftgelenk. Für die Patienten bedeutet dies die schnellere Rückgewinnung der Mobilität und eine Verminderung der Einschränkungen nach der Operation.

Der Münchner Dr. Florian Faber war lange in der Landeshauptstadt in der Orthopädie und Unfallchirurgie tätig und qualifizierte sich dann am Klinikum Großhadern als Neurochirurg, wo er mehrere Jahre tätig war. Seine Spezialisierung liegt in der konservativen und operativen Behandlung von Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule, vor allem auch im neurochirugischen Bereich – ein medizinischer Bereich, der immer stärker nachgefragrt wird. Als besondere Qualifizierung bringt er im Bereich der Wirbelsäule für den Patienten schonende minimalinvasive und endoskopische Operationstechniken zum Einsatz.


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Ein weiterer Schwerpunkt des erfahrenen Neurochirurgen sind Verletzungen im Kopfbereich, was besonders im Hinblick auf die Versorgung Schwerstverletzter im Traumazentrum von großer Bedeutung für die Menschen der Region ist. Da Dr. Faber auch die Weiterbildung zur speziellen orthopädischen Chirurgie hat, wird er sich auch im Endoprothetikzentrum unterstützend einbringen.

Gute Zusammenarbeit

"Ich freue mich zusammen mit Dr. Florian Faber, einem ausgewiesenen Spezialisten in der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie, den guten Ruf und die hervorragende medizinische Behandlungsqualität am Klinikum Altmühlfranken, die Dr. Nothofer in Zusammenarbeit mit seinem Team und der Pflege erreicht hat, weiterzuentwickeln" erklärt Dr. Krieg. Er betont die gute fachliche wie menschliche Zusammenarbeit mit seinem Kollegen, die in Gunzenhausen nahtlos fortgesetzt werden soll. Die Basis für eine erfolgreiche Arbeit sei in jeder Hinsicht gegeben.

Krieg kann sich gut vorstellen, dass das Haus in Gunzenhausen bei den Operationskapazitäten noch zulegt. Hier sei der Bedarf klar erkennbar. Die neue Doppelspitze werde auch dieses Ziel verfolgen und mit den Verantwortlichen erörtern.

Für Vorstand Christoph Schneidewin ist klar: "Wir schätzen uns glücklich, dass wir mit Dr. Krieg und Dr. Faber zwei ausgewiesene Spezialisten in der Orthopädie und der Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie gewinnen konnten. Durch die neuen minimalinvasiven Operationsverfahren erweitern wir unsere Expertise in der Endoprothetik und in der Behandlung von Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule zum Wohle der Patienten erheblich. Die beiden äußerst erfahrenen Chirurgen seien eine große Bereicherung für das Klinikum."

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