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Törn auf Windjammer war "unbeschreiblich"

Zwei Gunzenhäuser segelten von Bremerhaven nach Norwegen - 27.09.2010 07:58 Uhr

Die beiden Gunzenhäuser Marcus Sanwald (rechts) und Robert Walch im Zielhafen Larvik in Norwegen. Im Hintergrund der russische Großsegler „MIR“, auf dem die beiden eine Reise von Bremerhafen nach Norwegen unternahmen.

26.09.2010 © privat


Der 109 Meter lange Vollsegler dient der russischen Handelsmarine als Segelschulschiff. Neben der Stammbesatzung von etwa 50 Mann können noch bis zu 140 Kadetten aufgenommen werden, die sowohl eine klassische Seemannsausbildung wie auch Theorie und Englischunterricht an Bord absolvieren müssen.

Ist die Anzahl der Kadetten weniger als 140, besteht eben die Möglichkeit, als sogenannter Trainee für eine gewisse Etappe mit an Bord zu gehen. Als Trainee kann man theoretisch auch beim Segel setzten und anderen Arbeiten mit anpacken – wenn man allerdings weder die Sprache an Bord versteht, noch viel Ahnung vom Segeln hat, wie die beiden Gunzenhäuser, ist es wohl besser „die Finger davon zu lassen, bevor man noch im Weg rumsteht“. Die Unterbringung war eher bescheiden: zehn Mann auf 15 Quadratmetern in sechs Stockbetten. Auch die Mahlzeiten würde man wohl in keiner Gastwirtschaft am Festland ohne weiteres so akzeptieren. Aber darauf, so die beiden Franken rückblickend, kommt es überhaupt nicht an.

Ein "unbeschreibliches" Erlebnis

Das Erlebnis, unter fast 3000 Quadratmeter Segelfläche bei herrlichem Wetter übers Meer zu pflügen, ist für sie „einfach unbeschreiblich“. „Da kommen Gefühle von Freiheit und Abenteuer auf, die man in unserer hektischen Welt nicht mehr oft erleben kann“, so ihr Resümee. Auch die Bekanntschaft mit der Seekrankheit – gleich am ersten Tag bei Windstärke sieben bis acht – gehört einfach dazu. Fünf Tage nach Auslaufen in Bremerhaven erreichten dann alle wohlbehalten den malerischen Hafen in Larvik/Norwegen erreicht. „Der Rückflug von Oslo über Berlin nach Nürnberg hat dann gerade mal drei Stunden gedauert, aber Geschwindigkeit ist eben nicht alles“, berichten die beiden Gunzenhäuser.

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