Am Ende auf Platz 2

Wahl zur Bierkönigin: Keine Krone für Amanda Gary aus Wolframs-Eschenbach

Isabel-Marie Köppel
Isabel-Marie Köppel

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21.5.2021, 12:40 Uhr

© Screenshot Video YUPER entertainment

Eine Viertelstunde hat sich die 28-jährige Amanda Gary am Freitagvormittag freigeschaufelt, um kurz mit unserer Zeitung zu sprechen. Sie arbeitet im gleichnamigen Familienbetrieb mit, der an diesem Freitag die Biergarten-Saison einläutet. Daher gibt es noch einiges zu tun. "Wir haben schon ein paar Reservierungen. Und da es heute nicht mehr regnen soll, probieren wir es", sagt die gelernte Hotelfachfrau, die zunächst Medienwissenschaften studiert und in das Landhotel mit Metzgerei eingeheiratet hat.


Fränkin im Wahlkampf: Darum will sie Bierkönigin werden


Am Telefon klingt sie munter und lacht viel. "Das wäre natürlich ein spannendes Jahr geworden und eine coole Erfahrung. Letztlich war es jetzt eine schöne Zeit, und ich bin froh und dankbar mitgemacht zu haben", resümiert sie ihre Kandidatur. Die Wahl der Bayerischen Bierkönigin hat sie am Abend zuvor im Kreise der Familie verfolgt. Diese fand aufgrund der Corona-Pandemie nur digital statt. Es sei ein schöner Abend gewesen, auch wenn sie die Atmosphäre mit den weiteren fünf Finalistinnen gerne vor Ort in München erlebt hätte.

Alle stellten sich mit einem Videoclip vor und anschließend prüfte die Jury deren Bierwissen. Mit ihrem Auftritt ist Gary zufrieden: "Ich konnte alle Fragen beantworten, bis auf eine." Dabei hätte sie auch diese gewusst: "Am Tag vorher war ich noch in der Gutmann-Brauerei in Titting und da haben wir über den Haustrunk gesprochen." Das ist die Menge Bier, auf die jeder Mitarbeiter monatlich Anspruch hat. Die Bewertung der Jury, das Online-Voting (beim Publikums-Voting hatte sie den zweiten Platz belegt) und die Stimmen der Mitglieder des Bayerischen Brauerbundes fließen je zu einem Drittel in das Gesamtergebnis ein.

Überraschend gutes Pils

Zusätzlich mussten die Frauen ein Bier live verkosten. Amanda Gary bekam ein Pils der Brauerei Schönramer zugeschickt, normalerweise müssen die Frauen vor Ort eines von acht ziehen. "Pils ist nicht meine erste Wahl, aber ich war überrascht. Als Sommerbier zu einem leichten Essen kann ich mir es gut vorstellen", lautet ihr Fazit.

Auf die Karte in Wolframs-Eschenbach kommt es aber nicht, da setzt die Familie auf heimisches Bier von Dorn-Bräu und Gutmann. Bald schenken sie zudem Spalter Bier aus. Bei einem Besuch der letzten kommunalen Brauerei Deutschlands im Zuge ihres "Wahlkampfs" beschloss sie, dass es eine gute Ergänzung wäre.

Der Gewinnerin Sarah Jäger gönnt sie den Titel: "Sie ist die erste Bayerische Bierkönigin aus der Oberpfalz und hat dafür gekämpft." Sie selbst behalte die Zeit in guter Erinnerung und möchte sich nun neuen Plänen widmen. Eine Ausbildung zur Biersomelière fände sie spannend, außerdem überlegt die 28-Jährige im Herbst ihren Hotelmeister zu machen.

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