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Freitag, 03.07.2020

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Herzogenaurach: Der Rathaus-Bau verzögert sich

Statische Probleme sorgen für Kopfzerbrechen - 18.06.2020 17:01 Uhr

Statische Probleme bei der Rückverankerung von Bohrpfählen verzögern den Rohbau des neuen Rathauses. Im alten Schloss gehen die Sanierungsarbeiten weiter. © Pfrogner


Wie lange gewartet werden muss, ist momentan unklar. "Ein paar Wochen vielleicht", mutmaßt Bürgermeister German Hacker.

Ursache für die Verzögerung sind Probleme mit der Rückverankerung der Bohrpfahlwand. Einige Anker konnten die erforderlichen Kräfte nicht aufnehmen, ist Mitte Mai bei Prüfungen festgestellt worden.

Zur Vorgeschichte: Nach Fertigstellung der Bohrpfahlwand war die Baugrube etwa zur Hälfte ausgehoben und der Keller des ehemaligen 1960er-Jahre-Trakts abgebrochen worden. Während des Abbruchs wurde bereits mit der Rückverankerung der Wand begonnen.

Dies ist notwendig, so die Verwaltung, um die Pfahlwand beim Aushub auf die Endtiefe statisch gegen den Erddruck zu sichern. Zunächst wurde auf die Hälfte der Tiefe ausgehoben, wofür noch keine Rückverankerung notwendig ist.

Für die Verankerung werden die Bohrpfähle (Länge bis zu 20 Metern und Durchmesser von knapp 15 Zentimeter) durchbohrt, Stahllitzen eingeschoben, mit Zement verfüllt und die Anker durch Verpresskörper im Boden fixiert. Nach Fertigstellung der Anker stand die erste Prüfung an.

Dabei wurden Mitte Mai "Abweichungen festgestellt, einige der Anker konnten die erforderlichen Kräfte nicht vollständig aufnehmen", heißt es in einer Zusammenfassung der Verwaltung.

 

Suche nach Ursachen

 

Die Ursachenforschung läuft. "Umgehend nach Auftreten der Abweichungen wurden für die noch zu erstellenden Anker zusätzliche technische Maßnahmen festgelegt, die nach ersten Erkenntnissen dazu führen, dass bei diesen Ankern keine Abweichungen mehr auftreten", heißt es.

Und: "Für die abweichenden Anker werden Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt." Danach wird jeder Anker nochmals überprüft.

Die Verwaltung betont, dass auch aktuell jede Gefährdung von Personen oder umliegenden Gebäuden, insbesondere des Schlossgebäudes, ausgeschlossen werden könne.

Der Rohbau muss also noch etwas warten, im Schlossgebäude gehen die Arbeiten aber wie geplant weiter. Dafür wurde in der vergangenen Woche ein Gerüstturm am Ostflügel errichtet. Die beauftragte Zimmerei für die Deckenbalken wird kommende Woche mit den Arbeiten vor Ort beginnen.

Mehr Informationen werden vermutlich spätestens in der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag gegeben (18 Uhr, Vereinshaus). Dort geht es dann auch um den Jahresabschluss der Herzo Werke sowie um Anträge zur Aurachtalbahn und zum Thema Baumarkt.

NN

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