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Radschnellweg: Fertig vielleicht in sieben Jahren

Unterschrift auf der künftigen Trasse ist nur Etappe auf einem langen Weg - 23.06.2020 17:44 Uhr

Bürgermeister Florian Janik reicht seinem Amtskollegen German Hacker einen Stift, damit auch der den Fördermittelantrag für die Planungskosten unterschrieben kann. Der Sattel dient als Schreibtisch. © Foto: Matthias Kronau


Dafür hatten sich Florian Janik und German Hacker am Dienstag extra auf dem bestehenden Radweg im Aurachgrund getroffen.

2,5 Millionen Euro betragen diese Planungskosten, der Bund könnte 75 Prozent bezuschussen. "Erlangen hat in der Stadt bereits viele Radwege, aber bei den Verbindungen nach außen gibt es noch ein Riesenpotenzial", betont Florian Janik. Erlangen und Herzogenaurach mit ihren Pendlerverbindungen würden von dem Projekt immens profitieren. Schon jetzt, so hat die Stadt Erlangen gezählt, fahren an bestimmten Tagen rund 1000 Radfahrer täglich auf der Strecke (gemessen durch Frauenaurach), als Prognose wird ein Potenzial bis zu 4000 angegeben.

Damit das verkehrstechnisch funktioniert, müssen unter anderem die Trassen verbreitert werden. Sechs Meter Breite allein für Radfahrer ist das Optimum, doch das dürfte sich nicht überall verwirklichen lassen. In Herzogenaurach wird überlegt, den Radschnellweg auch auf der Aurachtal-Bahntrasse verlaufen zu lassen, in Erlangen freut man sich, dass zumindest bis Bruck keine schwierige Kreuzungssituation zu lösen ist. Über den Kanal wird wohl eine neue Brücke gebaut werden, die Trasse verläuft Richtung Erlanger Innenstadt am Bahndamm, Brucker Radweg und Michael-Vogel-Straße.

Planungsarbeit und Grundstückserwerb werden Zeit brauchen, so dass mit einem Baubeginn erst 2025 zu rechnen ist. Fertigstellung könnte 2027 oder 2028 sein.

Die Gesamtkosten werden derzeit auf 45 Millionen Euro geschätzt, eine ähnliche hohe Förderung wie bei den Planungskosten wird erhofft.

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