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Samstag, 04.07.2020

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Das Höchstadter Freibad empfängt 1500 Badegäste

Einschränkungen sind aber zu erwarten - 04.06.2020 06:57 Uhr

Noch ist das Wasser im Schwimmbecken spiegelglatt. Ab kommenden Montag aber dürfen sich Wasserratten im Höchstadter Freibad wieder in die Fluten stürzen. © Foto: Jeanette Seitz


"Uns kommt jetzt in Corona-Zeiten unser großzügiges Gelände zugute", sagt Brehm beim Pressetermin vor Ort. Noch ist das Wasser in den Becken spiegelglatt, niemand sitzt auf der grünen Wiese, drei Arbeiter legen letzte Hand am neuen Kinder-areal an. Ab kommenden Montag, 8. Juni, soll sich das Freibad aber wieder bevölkern. "Unsere Philosophie ist: Vorsicht ist angezeigt, aber man darf das gesellschaftliche Leben nicht stillstehen lassen", so Bürgermeister Brehm. "Wir wollen das Freibad öffnen und nehmen alle Möglichkeiten wahr, die erlaubt sind."

Somit können sich Wasserratten bald wieder im Freibad vergnügen – mit den notwendigen Einschränkungen. Mit 40 000 Quadratmetern Liegefläche ist das Freibad laut Brehm wirklich "gesegnet". Deshalb dürfen auch 1500 Besucher gleichzeitig ins Bad. Beschränkungen gibt es natürlich in den Becken: Die maximale Personenanzahl im Schwimmbecken beträgt 170, im Wellenbecken 110, im Sprungbecken sechs und in den beiden Kinderbecken je 30.

Abstände können auf der großzügigen Liegewiese gut eingehalten werden, zeigen Bürgermeister Gerald Brehm, Betriebsleiter Hans-Peter Philipp, die Bademeister Giovanni Caruso und Marco Pflügner und Kiosk-Mitarbeiterin Dagmar Holtz (von links). © Foto: Jeanette Seitz


Das Schwimmbecken ist in vier Doppelbahnen unterteilt, für langsame, mittlere, schnelle und superschnelle Schwimmer. Innerhalb der Doppelbahnen wird rechts nach oben und links nach unten geschwommen. Im Wellenbecken wird es keinen Wellenbetrieb geben. Auf die Rutsche und auf den Sprungturm darf immer nur jeweils eine Person. Um das alles überwachen zu können, entsteht natürlich ein erhöhter Personalaufwand. "Wir brauchen doppelt so viel Personal", erläutert Philipp. Und das erkläre auch, warum man das Freibad momentan nur von 12 bis 20 Uhr öffne. "Wenn alles gut läuft, denken wir über eine Ausweitung auch wieder für die Frühschwimmer nach."

Nach einem Wasserschaden im vergangenen Jahr im Technikraum geht nun endlich auch das neue Kinderareal an den Start. Besonders hier appelliert Gerald Brehm an Vernunft und Eigenverantwortung, dass die Regeln eingehalten werden.

Snacks und Getränke wird es ab 10. Juni am neuen Kiosk geben, allerdings keine Außenbestuhlung. Das Restaurant bleibt geschlossen, ebenso die Umkleiden und Duschen im Inneren. Die Außenumkleiden und Freiduschen können genutzt werden, und freilich auch die Toiletten und der Wickelraum. "Drinnen muss allerdings ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, ebenso am Eingang und Ausgang", sagt Philipp. Zudem müssten bei Betreten des Bades die Kontaktdaten erfasst werden. Das Formular lässt sich über die Homepage der Stadt ausdrucken und kann schon daheim ausgefüllt und dann mitgebracht werden. Es gibt aber auch Formulare vor Ort. Ein Kartenkauf ist online nicht möglich. Es gibt Einzel-Eintrittskarten für Erwachsene und Jugendliche, Familienkarten und Geldwertkarten. Lediglich die Saisonkarte sei nicht erhältlich, "weil wir einfach nicht wissen, wie die Saison weitergeht", so Philipp.

"Aber sobald es Lockerungen gibt, werden wir reagieren und diese umsetzen", versprechen Brehm und Philipp. Eine offizielle Einweihungsfeier für den Kinderbereich solle "zu gegebener Zeit" stattfinden – wenn alles wieder mehr Spaß macht.

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