Höchstadt: Nisthilfen für Singvögel und Fledermäuse aufgehängt

20.7.2015, 18:26 Uhr
Vogelwart Wolfgang Huber befestigt die letzte Nisthilfe am Baum des Städtischen Kellerhauses. Der Verein der Vogelfreunde und der Kellerbergverein haben sich für diese Aktion zusammengetan.

Vogelwart Wolfgang Huber befestigt die letzte Nisthilfe am Baum des Städtischen Kellerhauses. Der Verein der Vogelfreunde und der Kellerbergverein haben sich für diese Aktion zusammengetan. © Foto: Neudörfer

Der ehemalige Vorsitzende des Vogelvereins, Anton Gulden, hatte bei einem gut besuchten Treffen mit dem Kellerbergverein erläutert, dass man am Kellerberg 1999 schon einmal zehn Nistkästen aufgehängt habe. Seitdem sei aber nicht mehr viel passiert.

Das wollte man ändern: Am Samstag haben nun rund 20 Mitglieder beider Vereine die Aktion „Nistkasten“ in die Tat umgesetzt.

Sinnvolle Investition

Der Vogelvereinsvorsitzende Karl-Heinz Heisig, sein Stellvertreter Holger Fleischer, Vogelwart Wolfgang Huber, der zweite Vorsitzende des Kellerbergvereins, Sigurd Kohler, sowie Schriftführer Achim Leiss können jetzt erfreut mitteilen, dass nahezu jedes Kellerhaus mit einem der insgesamt 19 Nistkästen versehen ist — denn gerade an diesen Stellen, so die Verantwortlichen beider Vereine, seien Nistkästen dank vier Singvögeln eine sinnvolle Investition.

Den Kellerbergfreunden ist außerdem aufgefallen, dass in den Abend- und Nachtstunden wieder vermehrt Fledermäuse fliegen. Früher waren die Kelleranlagen ein wahres Eldorado für Fledermäuse, aber seit die Eingänge verschlossen sind, fanden die Fledermäuse keinen Unterschlupf mehr.

Doch bei den Sanierungen seien manche Bierkellertüren wieder mit Öffnungen versehen worden, lobten die Vereinsvertreter. Zudem wurden an der Städtischen Kelleranlage drei Fledermauskästen angebracht.

Beide Vereine wollen und werden die Pflege und Reinigung übernehmen. „Mehr geht nicht“, meinte Holger Fleischer. „Wir stoßen bei der Betreuung von 400 Nistmöglichkeiten in Höchstadt-Süd schon an unsere Arbeitsgrenzen.“ Dennoch halfen die Vogelfreunde dem Kellerbergverein und haben auch die Kosten von rund 600 Euro übernommen, im Gegenzug lud der Kellerbergverein die Helfer zu einer abschließenden Brotzeit ein.

Wer aus der Bürgerschaft Nisthilfen möchte, kann sich bei der Vorstandschaft melden, betonte Holger Fleischer. In Zukunft wollen beide Vereine diese Freundschaft noch weiter festigen und gemeinsam für den Schutz der Vogelwelt am Höchstadter Kellerberg tätig sein.

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