Montag, 19.04.2021

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Höchstadt: SPD will Bürgermeisteramt nicht

Günter Schulz erhielt die entscheidende Stimme als Stellvertreter Brehms von der AfD - 16.05.2020 09:45 Uhr

Mechthild Weishaar-Glab akzeptiert die Wahl ihres Parteifreundes Schulz zum 2. Bürgermeister nicht.

31.03.2019 © Paul Neudörfer


Am 11. Mai, so die SPD in ihrer Pressemitteilung, wurde ihr Mitglied Günter Schulz von Bürgermeister Gerald Brehm (Junge Liste) als Kandidat für das Amt des 2. Bürgermeisters aufgrund der guten langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden vorgeschlagen. Ein Personalwechsel bei der Jungen Liste hatte dazu geführt, dass die Mehrheiten nicht mehr eindeutig waren. SPD und Junge Liste haben genauso viele Stimmen wie CSU und Grüne.

Kurzfristige neue Mehrheitsfindungen gestalteten sich schwierig. Es war nicht klar mit welchen Stimmen Günter Schulz ins Amt gewählt wurde, so die SPD. Nun aber hat sich die AfD selbst dazu bekannt, den SPD-Mann Schulz gewählt zu haben.

Parteichefin Mechthild Weishaar-Glab und Fraktionsvorsitzender Andreas Hänjes: "Wir sind nicht nur seit Jahren mit voller Hingabe im Höchstadter Stadtrat, sondern auch überzeugte Sozialdemokraten. Nachdem die AfD ihre Stimmabgabe jetzt öffentlich erklärt hat, können und wollen wir ein Amt, das nur mit einer ausschlaggebenden Stimme eines AfD-Mitgliedes gewählt wurde, nicht unterstützen. Wir haben Günter Schulz gebeten als 2. Bürgermeister zurückzutreten. Es ist und bleibt aber seine persönliche Entscheidung."

Die SPD wünsche sich, "dass nach einer Amtsniederlegung von Günter Schulz neue klare Mehrheitsverhältnisse abseits der AfD gefunden werden".

nn

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