Höchstadt: Spix-Museum präsentiert Ritter digital

24.1.2019, 16:40 Uhr
Annja Hermann und Thomas Kaufmann (beide links am Terminal) von der Firma cliptrix präsentieren die interaktiven Möglichkeiten am berührungsempfindlichen Bildschirm. Foto: Roland Huber

Annja Hermann und Thomas Kaufmann (beide links am Terminal) von der Firma cliptrix präsentieren die interaktiven Möglichkeiten am berührungsempfindlichen Bildschirm. Foto: Roland Huber

Das hat sich Johann Baptist von Spix beim Sammeln von Schildkröteneiern im Jahr 1819 in Brasilien wohl nicht vorstellen können, dass unter anderem diese Station seiner großen Forschungsreise einmal über einen großen berührungsempfindlichen Bildschirm flimmert.

Mehrere Hundert Bilder von seinen zoologischen und biologischen Studien, über sein Leben und sein Lebenswerk sind auf einem großen Terminal gespeichert, auf dem sich der Besucher interaktiv informieren kann. Und nicht nur das: Natürlich gehören auch informative Texte dazu, Filme, Zeitleisten und geografische Karten. Auch Musik ist zu hören, schließlich hat Spix bei seiner Reise nach Brasilien auch Volkslieder gehört und diese später in Noten umgesetzt. Und natürlich krächzt auch hier und da mal ein Spix-Ara, schließlich hat der Papagei seinen Namen vom berühmten Höchstadter Sohn bekommen.

Rund 40 Kilogramm wiegt der 50 Zoll Bildschirm mit schwerem Standfuß. "Wir wollten in unserem Museum dringend etwas modernes und interaktives haben", sagt Herbert Fiederling, Vorsitzender vom Spix-Verein. Die Ehrenamtlichen haben Informationen und Bilder gesammelt und dabei viel auf die Literatur von Klaus Schönitzer zurückgegriffen. Die Höchstadter Firma cliptrix hat alles strukturiert und technisch aufbereitet. Der Rotary Club Neustadt/Aisch hat 1500 Euro gespendet, die restlichen Kosten, deren genaue Höhe nicht genannt werden soll, haben Stadt und Verein getragen. Damit das Terminal nicht nur zwei Mal im Monat zu den Öffnungszeiten des Spix-Museums zur Verfügung steht, ist es mobil gebaut. Ab Montag können Interessierte es im Rathausfoyer nutzen. Später soll es auch in den verschiedenen Höchstadter Schulen zur Verfügung stehen. cf

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