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Donnerstag, 02.04.2020

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In ERH: Viele Helfer in der Not

In zahlreichen Orten haben sich Initiativen gebildet, die Einkaufsunterstützung anbieten. - 24.03.2020 06:54 Uhr

Vereinswirt Panos Garaliakos und die TSH packen an.


Für Herzogenaurach hat die örtliche Junge Union die Facebook-Seite "Herzo hilft" gegründet. Hier sammelt sie Hinweise auf Läden und Restaurants, die einen Lieferservice anbieten. Darüber hinaus legt sie älteren Herzogenaurachern, Menschen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche die von der Jungen Union Deutschlands betriebene Internetseite www.die-einkaufshelfer.de ans Herz, über die Menschen, die Hilfe suchen, und Menschen, die Unterstützung anbieten, zusammenkommen können.

Und auch die katholische Kirche hilft: "Im Rahmen der Möglichkeiten und unter Einhaltung der gebotenen Vorschriften besteht die Möglichkeit für Einkaufsdienste oder Botengänge oder sonstige Unterstützungen", heißt es auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Herzogenaurach. Kontakt über das Pfarrbüro, (0 91 32) 83 62 10.

Die Jugendvertretung der Turnerschaft Herzogenaurach will ebenfalls einen Liefer- und Einkaufsdienst anbieten. Geliefert werden kann Essen aus der Vereinsgaststätte, aber auch Lebensmittel und Medikamente können besorgt werden. Das Angebot richtet sich zwar in erster Linie an Vereinsmitglieder über 70, steht aber grundsätzlich allen Herzogenaurachern offen, so lange genug Fahrer zur Verfügung stehen. Wenden kann man sich dafür telefonisch unter (0159) 01 20 27 11 an die TSH. Zudem können Spender ebenfalls unter der Nummer Gutscheine bei der Vereinsgaststätte erwerben, die dann an Kunden der Tafel gehen. So soll beiden von der Corona-Krise betroffenen Einrichtungen geholfen werden. Die ersten 100 Gutscheine zu je 20 Euro wurden schon verkauft.

Das BeneVital Team Herzogenaurach (Fitness- und Gesundheitspark) startet mit einer Einkaufshilfe für Risikogruppen. "Sind Sie also mit einer Vorerkrankung an Herz oder Lunge betroffen oder sind über 65 und haben niemanden, der für Sie einkauft: Rufen Sie uns Montag oder Mittwoch zwischen 16 bis 17.30 Uhr unter der Nummer (0 91 32) 65 00 an", schreibt das Team. Alternativ: einkaufshilfebenevital@web.de. Es wird dann zu den oben genannten Zeiten zurückgerufen. Geliefert wird im Laufe der Woche oder am Anfang der folgenden Woche.

Auch in den Ortsteilen Hammerbach und Welkenbach haben sich in dieser Woche zwölf junge Frauen und Männer zu einem Helferkreis zusammengefunden. Über ein Informationsblatt im Briefkasten wurden wir von dieser Aktion unterrichtet. Es sind Namen und Telefonnummern angegeben, welche im Bedarfsfall angerufen werden können.

 

"MFG/Miteinander für Großenseebach" bietet in Zusammenarbeit mit dem Großenseebacher Helfernetz einen Einkaufsdienst an. Täglich am Nachmittag werden hier Einkäufe vorgenommen und anschließend an die entsprechenden Haushalte ausgeliefert. Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte, meldet sich bei Kathrin Jäkel, (0 91 35) 2 10 19 74, Michael Bachmeier, (0 91 35) 72 96 00, Marita Guelich-Gloeckner, (0 91 35) 72 28 70, oder Elvira Karnikowski, (0 91 35) 10 94. Hilfesuchende werden gebeten, beim Anruf Name, Adresse, Telefonnummer und Einkaufsliste bereitzuhalten.

 

In Heßdorf bemühen sich der Seniorenbeirat, das Helfernetz Heßdorf sowie die Gemeinde Heßdorf darum, einen Versorgungsdienst für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zu organisieren. Da der Seniorenbeirat und das Helfernetzteam aber ebenfalls zur Risikogruppe zählen, werden nun freiwillige Helfer jüngeren Alters gesucht, die Einkäufe, Apothekengänge und ähnliches erledigen können. Wer helfen will – oder als älterer Mensch Rat sucht – wendet sich an Bürgermeister Horst Rehder, (0 91 35) 7 37 39 11, oder per Mail an horst.rehder@hessdorf.de.

 

In Weisendorf kümmert sich der ASV um Menschen, die zurzeit besser nicht in Läden oder Apotheken gehen: Der Sportverein bietet für Personen aus den Risikogruppen einen "Lieferservice für Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs" an. Wie das geht? Nachricht samt Einkaufszettel und Adresse per Facebook-Mitteilung an den ASV Weisendorf senden. Wer nicht online unterwegs ist, kann sich auch unter (0162) 2 96 60 77 melden.

 

In der VG Aurachtal laufen die Fäden im Rathaus zusammen. Unter Telefon (0 91 32) 77 50 werden Hilfesuchende und Hilfespendende zusammengebracht.

 

Die Kirchen haben die Koordination der Unterstützung in Höchstadt übernommen. Wer Probleme hat, derzeit seine Besorgungen selbst zu erledigen, kann sich sowohl beim evangelischen Pfarramt, (0 91 93) 82 00, als auch beim katholischen Pfarramt, (0 91 93) 83 92, melden.

Von der Höchstadter Ehrenamtsbörse wurde für alle Bedürftigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst für sich einkaufen können, ein Helfernetzwerk eingerichtet. Hier können sich sowohl Hilfsbedürftige als auch freiwillige Helfer melden. Bei Interesse und Bedarf: (0 91 93) 62 61 56 oder Mail heb-lieferdienst@magenta.de mit Angabe von Name, Telefonnummer und Anliegen (Hilfsgesuch oder -angebot) wenden.

 

In Adelsdorf ist die Initiative "Adelsdorf hilft" aktiv. Wer Hilfe sucht, meldet sich unter (0 91 95) 9 43 20 im Rathaus. Wer hingegen unterstützen will, schickt eine E-Mail an den Bürgermeister (karsten.fischkal@adelsdorf.de).

 

In der Nachbargemeinde Hemhofen heißt das Motto, unter dem die Unterstützung läuft, "Hemhofen hilft sich gegenseitig". Wer selbst Unterstützung benötigt oder jemanden kennt, der eine helfende Hand braucht, ruft bei der Gemeinde unter (0 91 95) 94 84 35 an. Wer Besorgungen für Risikogruppen übernehmen will, wendet sich an die evangelische Pfarrerin und zwar per E-Mail an Heike-Andrea.brunner-wild@elkb.de.

 

Die Gemeinde Röttenbach hat in ihrem Fachbereich "Familie, Bildung & Soziales" eine Koordinierungsstelle für Hilfsleistungen eingerichtet. Auf der Homepage www.roettenbach-erh.de können Unterstützungswillige ein Formular ausfüllen und unter anderem angeben, ob sie vormittags, nachmittags oder ganztägig helfen können. Wer hingegen Unterstützung braucht, ruft die Hotline unter (0 91 95) 94 90 54 an.

 

Nicht nur Einkaufshilfe, sondern auch seelische Unterstützung bietet die Initiative "Wir sind Lonnerstadt": Die Aufforderung "wenn Sie reden möchten" findet sich deshalb explizit auf dem Flyer der Initiative. Besorgungen übernehmen die Mitglieder aber natürlich auch. Kontakt: (0 91 93) 5 01 15 28 oder (0 91 93) 5 08 29 03 beziehungsweise Mail an soforthilfe@wir-sind-lonnerstadt.de

 

In Pommersfelden heißt es "Wir sind füreinander da – auch und gerade jetzt!" Mitglieder des Gemeinderats und Vertreter der Kirchen haben hier einen Fürsorgeplan erarbeitet: Pro Ortsteil gibt es eine Kontaktperson, die Anliegen entgegennimmt und an freiwillige Helfer weitergibt. Im Hauptort Pommersfelden ist die Ansprechpartnerin Angela Nußer, (0 95 48) 9 83 92 92. Wer in den jeweiligen Ortsteilen koordiniert, ist auf der Gemeindehomepage www.pommersfelden.de aufgeführt.

 

Schaltstelle in Schlüsselfeld ist das Rathaus. Wer bereit ist, älteren Menschen zu helfen, die für ihre Erledigungen noch keine Lösung im Verwandten- oder Bekanntenkreis beziehungsweise in der Nachbarschaft gefunden haben, meldet sich bei der Stadtverwaltung unter (0 95 52) 92 22 24 oder (0 95 52) 92 22 15 beziehungsweise per E-Mail an stadt@schluesselfeld.de. Unter gleicher Telefonnummer können sich Seniorinnen und Senioren, denen niemand zur Seite steht, an die Stadtverwaltung wenden. Diese bemüht sich dann um die Vermittlung einer helfenden Person.

 

Darüber hinaus gibt es ortsübergreifende Hilfsplattformen, die über das Internet koordiniert werden. Allen voran die Facebook-Seite "Nordbayern hilft", die von unserem Verlag, dem Verlag Nürnberger Presse, ins Leben gerufen wurde. Hier können Menschen Hilfe anbieten, Unterstützung suchen, sich über das Leben in Quarantäne austauschen und sich mit Informationen rund um das Thema Corona versorgen. kby/alep

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