Samstag, 16.11.2019

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Kaya-Lauf: Rekordergebnis für Burkina Faso

Schüler überreichten Spende von 53 000 Euro an Kaya-Verein und "Ein Dollar Brille". - 21.10.2019 07:00 Uhr

Ein erneuter Rekord hinsichtlich der Spendensumme wurde beim Lauf für Kaya am 17. Mai 2019 erzielt. Bedacht wurden der Kaya-Verein, vertreten durch Karin Peucker-Göbel und die in Afrika, Südamerika und Asien tätige Organisation „Ein Dollar Brille“, für die Claus Güllich den Scheck entgegennahm. © Foto: Roland Huber


Bedacht wurden der Verein Partnerschaft Herzogenaurach Kaya, vertreten durch Karin Peucker-Göbel und die Organisation "Ein Dollar Brille", vertreten durch Claus Güllich.

2743 Leute aller Altersklassen, Kita-Kinder genauso wie Schüler, Firmenmitarbeiter und Promi-Läufer wie 400-Meter-Spitzenläufer Patrick Schneider gingen an den Start. 21 201 Kilometer wurden insgesamt zurückgelegt, das ist eine Strecke von mehr als die halbe Länge des Äquators. Auch 21 Schwimmer trugen zur Kilometerleistung bei. Rekordläufer war Martin Feigel mit 101 Kilometern an einem Tag. Schon frühmorgens begann er, das Sportgelände am Gymnasium zu umrunden.

Schon bekannt als bester Läufer des Gymnasiums Herzogenaurach ist Physiklehrer Wolfgang Ammon, der 50 Kilometer erlief. Die hohe Spendensumme, so ließ Karin Peucker-Göbel vom Partnerschaftsverein wissen, werde aktuell dringend gebraucht.

Flucht vor Dschihadisten

Ein großer Flüchtlingsstrom von etwa 60 000 Menschen traf unlängst in Herzogenaurachs Partnerschaft in Burkina Faso ein – auf der Flucht vor Dschihadisten und Milizen ist Kaya die erste größere Stadt im Norden. Dies bedeute, dass Herzogenaurachs Partnerstadt mehr Flüchtlinge aufnimmt, als sie selbst Einwohner hat: "Die Hilfe war noch nie so wertvoll wie heute."

Dies war auch Thema bei einem Kongress in Châtellerault, Kayas französischer Partnerstadt im Departement Vienne.

Teilgenommen hatten daran auch zweite Bürgermeisterin Renate Schroff und Rosa Abel, Beauftragte für Partnerschaften, unterrichtete Bürgermeister German Hacker die Anwesenden.

Hintergründe zum "top organisierten Lauf", wie es mehrmals hieß, berichteten die Schüler, die in verschiedensten Projektgruppen tätig waren und "so etwas fürs Leben lernten", wie Matthias Engel überzeugt ist.

Ein umfangreicher Komplex ist Datenverwaltung und Datenschutz. Ein weiterer Schwerpunkt die gesamte Technik, sei es das Equipment für die Bands oder das Erfassen der Laufleistungen. Der Musikinitiative (MIH) richteten die Organisatoren einen Dank für ihre Unterstützung aus. Viel Arbeit steckt auch in Marketing und PR. Eine neue Webseite wurde aufgesetzt, ein Instagram-Account erstellt, 85 Trikots verkauft.

Verantwortung lastet auf der Finanzgruppe, die die Spenden verwaltet und den finanziellen Überblick behalten muss.

Eine "Gruppe Stadt" holt Genehmigungen ein, spricht Firmen um ihre Teilnahme an. Nicht immer einfach liefen die Verhandlungen mit Supermarktketten wegen Obstspenden für die Läufer, berichtete eine Schülerin aus dem Team Catering, das auch um Kuchenspenden nachfragt und das Grillgut einkauft.

Ein Thema für die Zukunft sind Geschirr und Trinkbecher. Bislang wurden Zweite-Wahl-Joghurtbecher benutzt, ein Geschenk einer Firma vom Chiemsee, das Promi-Läufer Dietmar Mücke organisiert hatte. Künftig will man noch mehr unternehmen "um vom Müll wegzukommen", stellte Matthias Engel in Aussicht.

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