Kinder in Hemhofen und Röttenbach präsentieren Klimawürfel

26.5.2019, 16:42 Uhr
Mit einem „Klimawürfel“ setzen sich Hemhofener und Röttenbacher Kindergarten- und Schulkinder für den Klimaschutz ein.

Mit einem „Klimawürfel“ setzen sich Hemhofener und Röttenbacher Kindergarten- und Schulkinder für den Klimaschutz ein. © Foto: Niko Spörlein

Die Kinder zeigten auch mit Plakaten Flagge.

Die Kinder zeigten auch mit Plakaten Flagge. © Foto: Niko Spörlein

Klimaschutz, so die beiden Bürgermeister aus Hemhofen (Ludwig Nagel) und Röttenbach (Ludwig Wahl) sei eine globale Aufgabe, die sicher nicht in zwei Kommunen gelöst werden könne.

Hemhofen und Röttenbach gleichwohl wollten mit dieser in Kooperation mit dem Verein "Energiewende ER(H)langen" aus Herzogenaurach auf die Beine gestellten Aktion darauf aufmerksam machen, dass Klimaschutz nur gemeinsam gehe und mit ernsten Überlegungen und Gesprächen in den Familien beginne.

Thunbergs Aktion "Fridays for future" habe auch 154 Kindergartenkinder und 195 Schulkinder der Grundschule Hemhofen angespornt, sich lautstark und mit Liedern und Plakaten zu Wort zu melden. "Ich habe einen Freund, das ist ein Baum", tönte es noch vor der kurzen Einleitung von Wahl und Nagel. Und irgendwie sei "hier in der Sonne stehen" allemal besser als die Schulbank zu drücken, so die mehrheitliche Meinung der Schulkinder.

Mehr zu Fuß gehen, weniger Plastik, das Auto vielleicht stehen lassen und die Kinder nicht bis vor die Schule kutschieren – so lauteten die Weckrufe. Deutschland allein, ja nicht einmal Europa könne das Klima retten, das gehe nur weltweit, denn "Klima kennt keine Grenzen", hieß es.

Klimawandel ist angekommen

"Der Klimawandel, vor dem uns die Wissenschaft seit mindestens 30 Jahren warnt, ist auch bei uns deutlich angekommen", sagte Johannes Kollinger, der stellvertretende Vorsitzende von "Energiewende ER(H)langen". Kollinger zitierte eindrucksvoll den Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, der im Hitzesommer 2018 zum Klimawandel sagte: "Wenn wir jetzt nichts tun, werden wir in absolut katastrophale Abläufe geraten." Jeder Mensch in Deutschland produziere täglich 30 Kilogramm CO2, dies entspreche der Größe jenes 16 Kubikmeter großen "Klimaschutzwürfels", so Kollinger. Damit liege Deutschland weit vor den Chinesen und Indern.

Jener kaum zu übersehende "Klimawürfel" steht noch bis Mitte September in Hemhofen, dann, so Bürgermeister Ludwig Wahl, werde er am 22. September zur Eröffnung des neuen Rathausplatzes in Röttenbach ganz prominent in der "Neuen Mitte" positioniert.

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