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Naturerlebnis am Earth Day

Herzogenauracher Firmen und Umweltamt waren beteiligt - 17.05.2018 15:06 Uhr

Herzogenauracher Schulkinder streuten mit Konzentration Blumen- und Grassamen in die vorbereitete Erde, die sich am Siedlungsrand von Haundorf in einen Blühstreifen für Bienen verwandeln soll. © Foto: Ralf Rödel


Eingeladen hatten die Unternehmen Schaeffler AG, adidas AG, Puma SE, die m&i Fachklinik Herzogenaurach, Yaskawa Vipa Controls, die ProLeiT AG mit der Grundschule Herzogenaurach und dem Umweltreferat der Stadt zu zwei erlebnisreichen Vormittagen "Natur pur".

Mit teils erstaunlichem Vorwissen fischten die Schüler mit ihren Lehrern Sigrun Scherbaum von der Cunz-Reyther-Schule in Niederndorf, Maria Schirm von der Grundschule am Burgstaller Weg und Markus Hahn von der Carl-Platz-Schule Köchenfliegenlarven, Schnecken, Wasserskorpione oder Ruderwanzen aus dem Bimbach bei Haundorf unter Anleitung des Umweltbiologen Paul Heidner. Oder sie erkundeten im Klosterwald und im Dohnwald mit Försterin Heike Grumann den Lebensraum Wald. Über Hecken und Wiesen erfuhren die Kinder von der Naturpädagogin Martina Widuch Wissenswertes. Im Zeidlerhaus des Herzogenauracher Imkervereins auf dem adidas-Firmengelände wurde die Lebensweise der Bienen erklärt.

Wie wichtig diese für den Fortbestand von Mensch und Tier sind, war den Kindern schon klar. Überdies verwiesen Monika Preinl, Leiterin des Sachgebiets Umwelt der Stadt Herzogenaurach, Friedrich Bayer, Leiter der Stadtgärtnerei und Bürgermeister German Hacker auf den Katastrophenfall in China. Aufgrund des Insektensterbens und fehlender Bienen müssen Menschen dort Blüten schon selbst bestäuben.

Daher wurde am Siedlungsrand von Haundorf ein Streifen Wiese im Eigentum eines Bauern in eine künftige Blühwiese umgewandelt. Nachdem die Grasnarbe von der Stadtgärtnerei entfernt war, der Boden mit einer Schlepperfräse durchzogen war, konnten die Kinder mit den Stadtgärtnern eine Samenmischung ausbringen. Zu 90 Prozent bestand sie aus Blumensamen von Wilder Möhre, Königskerze, Margeriten, Kornblumen, Storchschnabel, zu zehn Prozent aus Grassamen.

Der Bürgermeister erinnerte an vergangene Aktionen zum Earth Day wie dem Müllsammeln, den Informationen zu Wasser oder das Anpflanzen von Obstbäumen im Stadtnorden. Er appellierte auch, blühende Wiesen und Rasen nicht gleich zu mähen, um den Bienen eine Chance zu geben, auch wenn dies dann "unordentlich" aussehe.

Im Gedanken der Nachhaltigkeit bekamen die Kinder ein Stück Blumensamen in einem Kokostopf mit nach Hause. Denn, so meinte Monika Preinl, "das Sich-Kümmern geht das ganze Leben weiter". Der Earth Day entstand 1970 als spontane Studentenbewegung in USA. Seine Ziele, so meinten Anwesende in den Wiesen um die Haundorfer Weiher, sind aktueller, ja drängender denn je.

Edith Kern-Miereisz E-Mail

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