Mittwoch, 25.11.2020

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Rappold ist der Grünen-Kandidat bei der Bürgermeisterwahl

Weisendorf: Einstimmiges Votum für den 53-jährigen Ingenieur - 22.11.2020 12:00 Uhr

Ernst Rappold, Kandidat der Bündnisgrünen in der Weisendorfer Bürgermeisterwahl am 17. Januar 2021.

20.11.2020 © Foto: Richard Sänger


Ernst Rappold wurde am 15. März dieses Jahr erstmals in den Gemeinderat gewählt und ist damit der dritte Kandidat für den Chefsessel im Weisendorfer Rathaus.

Auch zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein von der CSU und Franz Dellermann von der Unabhängigen Wählergruppe Buch-Nankendorf (UWG) bewerben sich um den Bürgermeisterposten.

Die Neuwahl wird erforderlich, weil Bürgermeister Heinrich Süß von der UWG am 10. September überraschend verstarb. In seiner Vorstellungsrede stellte in Kurzform seine zentralen Themen vor: Die Energiewende müsse zügiger vorangebracht werden sowie die Verkehrswende. Aber auch bei der städtebaulichen Sanierung der Ortsmitte sei noch viel Luft nach oben. In Sachen "Kultur" sieht der Kandidat noch viel Nachholbedarf: "Kultur besteht nicht nur aus einer Kirchweih." Auch einen Kunst- und Kulturverein kann er sich vorstellen.

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Gemeindeleben und Bauprojekte: Weisendorf in Bildern

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Grundsätzlich hätten die meisten Bürger dieselben Vorstellungen davon, wie sich eine Gemeinde entwickeln müsse und welche Veränderungen angestrebt werden sollten, so Rappold.

Sein Ziel für eine mögliche Amtszeit als Bürgermeister sei es daher, diese Veränderungen konsequent umzusetzen: Ab einem gewissen Punkt gehe es aber nicht mehr um das "Wollen", sondern um das "Machen". Energiewende mit Bürgerprojekten, um Stromerzeugung durch Photovoltaik, nannte er als Beispiel, Verkehrswende mit schnellerem Umstieg auf ÖPNV, die städtebauliche Sanierung, den Badweiher.

"Stehengeblieben"

"In der Gemeinde sind noch viele Schätze zu heben, so sei Weisendorf bei der Energiewende stehen geblieben", sagt Rappold und erinnert an die Windräder bei Dachsbach, an denen sich Weisendorf ursprünglich beteiligen wollte und letztlich dagegen klagte. Gleichwohl lobte Rappold den sanierten Schlossgarten, was man aber vom Badweiher nicht behaupten könne. Der Abriss des alten Rathauses und dann die Ansiedlung der Spedition habe ihn als "Gegner" letztlich zur "aktiven" Politik gebracht. Ernst Rappold kam 1958 in Johannesburg (Südafrika) zu Welt.

Nach seinem Wehrdienst in Hammelburg studierte er Architektur. Inzwischen ist er freiberuflich tätig als Werbe-, Medien- und Gebäude-Designer.

RICHARD SÄNGER

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