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Dienstag, 07.07.2020

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Rotary-Tafelkonzert mit Thomas Fink erste Sahne

Erneut mitreißend: 18. Auflage der Rotary-Veranstaltung mit schon legendärem Jazz-Pianisten - 07.01.2020 07:00 Uhr

Erhielt erneut großen Applaus: Das 18. Tafelkonzert mit Valda Wilson, Thomas Fink am Piano, Kim Barth, Sven Faller und Christoph Huber (nicht im Bild).


Mit dabei waren der Saxofonist und Flötist Kim Barth, der Bassist Sven Faller und der Schlagzeuger Christoph Huber. Sozusagen als Sahnehäubchen – die australische Sopranistin Valda Wilson. Sie war zwar nicht eigens aus Australien angereist, wie Fink scherzte, sondern "nur" aus Saarbrücken auf dem Weg nach Dresden.

Sie ist festes Opern-Ensemble-Mitglied beim Saarländischen Staatstheater. In einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung gestand sie, dass sie erst nach zwei Gläsern Wein sich traute Fink zu fragen, ob sie mal bei ihm mitsingen könne, denn: "Ich liebe Jazz!"

Es war ein wahrer Glücksfall für die über 400 Zuhörer in der voll besetzten Evangelischen Kirche. Ihr warmer, volltönender Sopran durchflutete den Kirchenraum, wenn sie bei "It’s been a long, long Time" den aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrenden Ehemann zu Hause willkommen heißt.

Mit leisen verhaltenen Pianoklängen stimmte Fink auf die kleinen Dinge im Leben ein bei "Little Things mean a lot", das übrige Ensemble stieg verhalten ein um die schmelzende Stimme zu unterstützen.

Sie hatten nicht viel geprobt, wie Fink verriet, obwohl sie in dieser Besetzung noch nie miteinander gespielt hatten. Aber wie im normalen Leben ist Zuhören auch in der Musik so wichtig, meinte er weiter.

Zuhören, auf Impulse des Schlagzeugers oder Bassisten reagieren, das war wohl das Geheimnis dieses besonderen Konzerts. Schwermütig, voller Gefühle gab der Bassist bei dem brasilianischen Jazzstandard "Black Orpheus" den Ton an. Barth folgte mit höchster Präzision auf der Querflöte – ein Stück, ganz nach seinem Geschmack – liebt er doch lateinamerikanischen Jazz.

Immer wieder gaben die Musiker als Solisten einem Song inspirierende Impulse. Huber an den Drums trieb seine Kollegen mit viel Rhythmus und Verve zu Höchstleistungen an. Mit frenetischem Applaus und stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für dieses hochkarätig besetzte Ensemble.

Fink selbst war hochzufrieden und meinte es sei eines seiner besten Konzerte gewesen. Mit dem von ihm komponierten "Spotlight" verabschiedete sich die Jazzformation nach fast drei Stunden endgültig von ihrer Fangemeinde.

Roland Stopfer, der amtierende Präsident des Rotary Clubs Herzogenaurach, hatte zu diesem Event geladen. Der Erlös dieses Benefizkonzerts geht wie immer an die Herzogenauracher Tafel.

MARGOT JANSEN

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