Montag, 18.11.2019

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Wenn der Blitz in die Hannberger Wehrkirche einschlägt

Großangelegte Feuerwehrübung: Erreichbarkeit und Wasserversorgung - 28.10.2019 06:58 Uhr

Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen. Die bloße Vermutung, irgendwie werde es schon klappen, kann fatale Folgen haben. Daher wurde unter anderem getestet, ob der Kirchturm innerhalb der Kirchenmauern auch von außen für die Drehleiter erreichbar ist. © Foto: André De Geare


Diese war der praktische Abschluss von mehreren vorherigen Besprechungen zwischen den Verantwortlichen der Kirche und der Feuerwehr. Bei der Übung wurde angenommen, dass ein Blitz in den Kirchturm eingeschlagen hat.

Übungsziel war, zu sehen, ob die vorher ausgetüftelte Vorgehensweise im Ernstfall funktionieren würde. Insbesondere: Reicht die Wasserversorgung auf dem erhöhten Punkt? Zeitgleich wurde eine unabhängige Wasserversorgung durch die Feuerwehr Röttenbach aus den 580 Meter entfernten Batzenweihern aufgebaut. Hier wurden die Dauer des Aufbaus der Leitung sowie die Anzahl der benötigten Pumpen getestet.

Die Drehleiter aus Herzogenaurach hatte die Aufgabe, den Außenangriff zu testen; hier lag das Augenmerk darauf, ob und wie der Turm angesteuert werden kann, da es im Ernstfall nur einen möglichen Standort für die Drehleiter gibt.

Des Weiteren wurde durch die Feuerwehr Hesselberg eine Tragkraftspritze in den Innenhof gebracht, da keinerlei Feuerwehrfahrzeug durch das Tor passt. Mit der Pumpe wurde getestet, ob eine für später angedachte Trockensteigleitung am Kirchturm versorgt werden kann.

Bilderstrecke zum Thema

Große FFW-Übung bei der Wehrkirche Hannberg

Ein Blitz ist in die Wehrkirche von Hannberg eingeschlagen. Der Turm brennt. Das war das Szenario einer FFW-Übung. Hier die Bilder.


Die Feuerwehren aus Heßdorf und Großenseebach hatten die Aufgabe, den Innenangriff durchzuführen, somit konnten sich fast alle Feuerwehrleute für den Bedarfsfall ein eigenes Bild des Kirchturmes von innen machen. Die Freiwillige Feuerwehr Untermembach unterstützte bei dem Innen- und Außenangriff sowie der Versorgung der Drehleiter. Die Kräfte des ASB sicherten mit ihren Leuten die Einsatzkräfte ab. Insgesamt beteiligten sich 75 Einsatzkräfte aus den verschiedenen Bereichen.

Im Großen und Ganzen konnte die Einsatzleitung der Feuerwehr mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden sein. Mit den gesammelten Daten, die noch ausgewertet werden, wird sich die FFW mit den Verantwortlichen der Kirche zusammensetzen, um ein funktionierendes Konzept für den Ernstfall zu haben.

 

nn

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