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Nach Schiffsunfall in Riedenburg: Schleuse wieder in Betrieb

79 Schiffe mussten auf beiden Seiten warten - Kurzzeitige Schließung während Triathlon - 05.07.2019 17:39 Uhr

Ein Hotelschiff hatte die Schleuse Riedenburg beschädigt. © Matthias Balk/dpa


Die Anlage wurde in den vergangenen Tagen nur provisorisch instand gesetzt, dauerhaft repariert werden soll das Schleusentor bei der nächsten planmäßigen Sperrung im Frühjahr 2020. Zuletzt mussten laut Ingrid Warm vom zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt 79 Schiffe auf den beiden Seiten der Schleuse warten.


Wieder Havarie: Schiffsverkehr auf Main-Donau-Kanal steht still


Der Stau soll nun so schnell wie möglich aufgelöst werden, weshalb sich auch der Zeitplan des Triathlon-Wochenendes rund um den Datev Challenge Roth ein wenig geändert hat. So hätte das Schwimmtraining für die Triathleten im Kanal am Samstag ursprünglich von 6.30 bis 9 Uhr dauern sollen, wurde nun aber von 7 bis 8.30 Uhr verkürzt. Außerdem beginnen die Aufbauarbeiten für den 3,8 Kilometer langen Schwimmwettbewerb bei der Kanallände Hilpoltstein etwas später als sonst, damit die Wasserstraße nicht so lange für den Schiffsverkehr gesperrt werden muss.


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Vor knapp zwei Wochen hatte ein Passagierschiff auf dem Main-Donau-Kanal das Schleusentor an der Schleuse Riedenburg so stark beschädigt, dass sie nicht mehr geschlossen werden kann. Seitdem stauen sich die Schiffe auf dem 160 Kilometer langen Main-Donau-Kanal. Von 108 angestauten Schiffen stehen 60 davon bei Nürnberg.


Der Hochbetrieb an den Schleusen der 170 Kilometer langen Wasserstraße an diesem Wochenende hat jedoch auch sein Gutes, denn bei jedem Schleusungsvorgang wird auch frischeres und kühleres Wasser in den Kanal eingeleitet. Die Wassertemperatur sinkt, was vielen Challenge-Teilnehmern zugutekommt. Ab einer Temperatur von 24,5 Grad müssen sie laut der Wettkampfordnung der Deutschen Triathlon-Union (DTU) auf ihre geschätzten, weil den Auftrieb verbessernden Neoprenanzüge verzichten; in den vergangenen Tagen war das Kanalwasser bei Hilpoltstein teils über 25 Grad warm.

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"Die Altersklassen-Athleten werden mit ihren Anzügen schwimmen können, bei den Profis müssen wir abwarten", sagt Challenge-Sprecher Heiko Wörrlein. Für diese Startgruppe gilt gemäß der DTU-Regeln schon ab einer Wassertemperatur von 21,9 Grad ein Neoprenverbot.

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