Bundestagswahl

Amberg-Neumarkt: Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021

27.9.2021, 10:16 Uhr
Blumen für die strahlende Siegerin: Susanne Hierl hat für die CSU das Direktmandat im Bundestags-Wahlkreis 232 geholt. Wobei sie in ihrem Heimat-Landkreis Neumarkt deutlich mehr Stimmen holen konnte als in Amberg.

© Hubert Bösl, NN Blumen für die strahlende Siegerin: Susanne Hierl hat für die CSU das Direktmandat im Bundestags-Wahlkreis 232 geholt. Wobei sie in ihrem Heimat-Landkreis Neumarkt deutlich mehr Stimmen holen konnte als in Amberg.

Die Neumarkter CSU-Kreisvorsitzende Susanne Hierl holte im Bundestags-Wahlkreis die meisten Erststimmen, im Landkreis Neumarkt kam die Bergerin auf 43,7 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Bundestagswahl 2017 hatte Alois Karl im Landkreis Neumarkt 53,8 Prozent erreicht.

Miranda im Landkreis auf Platz zwei

SPD-Kandidat Johannes Foitzik holte im Wahlkreis Amberg-Neumarkt 16,0 Prozent, im Landkreis Neumarkt 12,8 Prozent. Daisy Miranda von den Freien Wählern kam auf 12,1 bzw. 13,4 Prozent. Peter Boehringer (AfD) erhielt im Wahlkreis 10,4 Prozent der Erststimmen, im Landkreis Neumarkt 9,6.

Dahinter folgen Grünen-Kandidat Karl-Heinz Herbst (8,1 bzw. 7,1%) und Nils Gründer von der FDP (5,9 bzw. 6,0%), der nur haarscharf den Einzug ins Parlament über die Landesliste verpasst hat.


Die kreisfreie Stadt Amberg, der Landkreis Amberg-Sulzbach und der Landkreis Neumarkt i.d.OPf bilden dabei zusammen den Wahlkreis Amberg.

Bis 18 Uhr hatten die Wahllokale geöffnet, danach begann die Auszählung der Stimmen.

Bundestagswahl 2021: Ergebnisse für den Wahlkreis Amberg

Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Wer die meisten Stimmen erhält, zieht in den Bundestag ein. Die Erststimme wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Aus den Zweitstimmen ergibt sich, wie viele Sitze die Parteien im neuen Bundestag insgesamt bekommen. Stimmzettel mit handschriftlichen Zusätzen oder mehr als den besagten beiden Kreuzen sind ungültig. Im einen Fall ist das Wahlgeheimnis gefährdet, im anderen der Wählerwille nicht klar erkennbar.

Wie setzt sich der Bundestag nach der Wahl zusammen?

Maßgebend für die Sitze einer Partei ist die Anzahl der gültigen Zweitstimmen, die sie bundesweit erhalten hat. Berücksichtigt werden grundsätzlich alle Parteien, die im Bundesgebiet mindestens fünf Prozent aller gültigen Zweitstimmen erhalten oder mindestens drei Wahlkreise gewonnen haben. 598 Sitze sind im Bundestag zu vergeben. Durch Ausgleichs- und Überhangmandate hat sich die Zahl der Sitze im Bundestag, der 2017 gewählt wurde, jedoch auf 709 erhöht. Eine 2020 verabschiedete Reform soll sicherstellen, dass das Parlament 2021 nicht noch größer wird.

Was sind Überhangmandate?

Im Grundsatz gilt: Wenn Parteien bei der Bundestagswahl in einem Bundesland mehr Direktmandate durch Erststimmen erringen, als ihnen gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Bundesland zustehen würden, werden Überhangmandate vergeben. Dies passiert zum Beispiel dadurch, wenn viele Wähler einer Person der Partei A ihre Erststimme geben, jedoch der Partei B die Zweitstimme. Die erwähnte Reform des Wahlrechts sieht nun jedoch vor, dass Überhangmandate mit Listenplätzen der Partei in anderen Bundesländern teilweise verrechnet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was sind Ausgleichsmandate?

Ausgleichsmandate dienen dazu, die zustandekommenden Überhangmandate so auszugleichen, dass andere Parteien, die keine Überhangmandate bekommen haben, nicht benachteiligt werden. Neu ist, dass bei der Wahl 2021 beim Überschreiten der Regelgröße des Bundestags von 598 Sitzen bis zu drei Überhangmandate nicht durch Ausgleichsmandate kompensiert werden.

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