Dienstag, 22.10.2019

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Berngauer Er-Kläranlage geht in heiße Phase

Die Beteiligten wollen das Kooperationsprojekt endlich umsetzen - 10.10.2019 12:00 Uhr

Noch befindet sich die Erkläranlage in Berngau in der Rohbauphase. Im Schulunterricht wurden die anfallenden Holzarbeiten unter anderem von der BSZ-Zimmererklasse mit erledigt. Auch andere Schulen sind am Entstehungsprozeß beteiligt. © Foto: Gemeinde Berngau


Ziel ist die sinnvolle Nachnutzung des ehemaligen Kläranlagenareals und der Erhalt des für die Oberpfalz typischen Tropfkörpers. Berngaus Bürgermeister Wolfgang Wild sagte dazu: "Wir wollen einen Raum in der Natur schaffen, der unterschiedlichen Nutzergruppen offen steht. Sei es als grünes Klassenzimmer, als Raststation für Radler oder als Erlebnisraum für Vereine und überörtliche Gruppen wie den Kreisjugendring".

Alle genannten Beteiligten hätten bereits erste Nutzungsüberlegen angestellt und möchten sich nach Fertigstellung der Erkläranlage engagieren.

In den vergangenen Monaten ist mit dem Sachgebiet Städtebauförderung an der Regierung der Oberpfalz ein Entwicklungskonzept erarbeitet worden, welches bis Anfang 2020 umgesetzt werden soll.

Die Erkläranlage befindet sich derzeit in der "Rohbauphase". Die anfallenden Holzarbeiten wurden deshalb prompt in den Schulunterricht der BSZ-Zimmererklasse integriert. Der Vorschlag fand bei Architekt Max Zitzelsberger, der Möninger Zimmerei Hirsch, die den Bau derzeit ausführt und der anwesenden Schulleitungen große Zustimmung.

In einem ersten Schritt wollen die beiden Lehrkräfte Brigitte Lang und Markus Graser im November mit 16 Schülern des Berufsgrundschuljahrganges der angehenden Zimmerer den Bau des 25 Meter langen Zaunes in Angriff nehmen.

Zaun als Gemeinschaftsprojekt

Er soll an zwei Projekttagen vor Ort aufgebaut werden und dann die Erkläranlage vom Überlaufbecken am noch erforderlichen Pumpwerk trennen. Beim Aufbau werde mit den Werkstätten der Lebenshilfe kooperiert, hieß es.

"Auch wenn unsere Mitarbeiter andere Qualitäten mitbringen als die Berufsschüler ist es ein Superprojekt" hob Cliff Rüdinger, Schulleiter bei der Lebenshilfe Neumarkt hervor. Für die Lebenshilfe seien derartige Projekte "auf Augenhöhe" immens wichtig, da sie den jungen Menschen Perspektiven aufzeigen.

Auch Martina Jacob, die neue Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Berngau sicherte ihre Unterstützung zu. Berufsorientierungsmaßnahmen eignen sich hervorragend zur Umsetzung gewisser Teilprojekte, sagte sie.

Gemeinsam mit den Lebenshilfe-Partnerklassen an ihrer Schule soll die anstehende Möblierung der Erkläranlage realisiert werden.

Einfache Konstruktionspläne

Architekt Max Zitzelsberger hatte hierfür bereit erste Konstruktionspläne entworfen, die sich von den Schülern im Werkunterricht einfach umsetzen lassen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies nicht die letzte Kooperation sein sollte. Im Gegenteil: Sie soll den Auftakt für weitere gemeinsame Projekte bilden.

nn

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