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Breitbandausbau: Gemeinde Berg hat kaum mehr weiße Flecken

Modernisierung in Berg vollendet: Fast überall bis zu 100 Mbit/s möglich - 15.11.2018 16:10 Uhr

Bürgermeister Helmut Himmler, Gemeindemitarbeiter und Vertreter der Telekom drückten symbolisch auf den Startknopf für das schnelle Internet in der Gemeinde Berg. © Foto: Gemeinde Berg


Von einem erfreulichen Tag sprach Bergs Bürgermeister Helmut Himmler bei der Freischaltung des nunmehr fertig gestellten schnellen Datenübertragungsnetzes der Telekom.

Die neuen Internet-Anschlüsse sind in den Gemeindeteilen Berg, Burkertshof, Gebertshof, Gspannberg, Häuselstein, Irleshof, Langenthal, Mitterrohrenstadt (Teilbereiche), Oberrohrenstadt, Reicheltshofen, Reichenholz, Rührersberg, Sindlbach, und Wünricht jetzt betriebsbereit.

Ab sofort können knapp 1600 Haushalte in Berg mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Netz surfen, telefonieren und fernsehen. Um die hohen Bandbreiten zu nutzen, müssen die Berger aber selber aktiv werden: Sie müssen den gewünschten Tarif bei der Telekom beantragen, eine automatische Umstellung erfolgt nicht. Der Telekom-Partner Xplus1 in Neumarkt steht als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.

In die "digitale Transformation in die Moderne", so Bürgermeister Helmut Himmler, habe man seit 2009 aus öffentlichen Mitteln nahezu 1,17 Millionen Euro investiert: Die Gemeinde habe 596.612 Euro für die digitale Infrastruktur ausgegeben und der Freistaat Bayern weitere 574.130 Euro.

Derzeit verfügen 77 Prozent der Haushalte über Datenübertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 30 Mbit/s und 44 Prozent über 50 Mbit/s und mehr. Nach dem Einsatz der sogenannten Vectoring-Technik können im Sommer 2019 ganze 99 Prozent der Anschlussnehmer über mindestens 30 Mbit/s verfügen und 96 Prozent der Haushalte und Betriebe sogar über Datenübertragungsgeschwindigkeiten von mehr als 50 Mbit/s.

Die Bürger im ländlichen Raum haben laut damit laut dem Bürgermeister vergleichbare Bedingungen wie in den Städten und das sei auch "dringend erforderlich für die Attraktivität unserer Gemeinden als Orte des Lebens und Arbeitens".

Wie die Technik funktioniert?

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Diese nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 100 MBit/s beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.

Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse (große graue Kästen am Straßenrand), einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Dort wird das Lichtsignal in ein elektronisches Signal gewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen und Fernsehen gehen mit diesem Anschluss gleichzeitig. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt zudem die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote laufen ruckelfrei, heißt es. 

nn

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